Easyjet: Finanzinvestor Apollo sticht Konkurrenten aus

Überraschende Wende im Übernahmepoker von Easyjet: Medienberichten zufolge hat der britische Billigflieger ein Angebot von Apollo Global Management angenommen. Nach eigenen Angaben hat die Airline der Offerte des US-Finanzinvestors über 7,15 britische Pfund je Aktie grundsätzlich zugestimmt. Apollo übertrumpft damit den Konkurrenten Castlelake, der 6,90 Pfund je Aktie für Easyjet geboten hatte.

Erst eine Woche zuvor hatte Easyjet mitgeteilt, eine Grundsatzvereinbarung mit Castlelake geschlossen zu haben. Demnach bietet der Investor noch mehrmaligen Nachbesserungen 6,90 Pfund je Aktie, womit Easyjet mit 5,2 Milliarden Pfund (knapp 6,1 Milliarden Euro) bewertet wird. Apollo Global bewertet den Low-Cost-Carrier mit insgesamt 5,7 Milliarden Pfund (etwa 6,7 Mrd. Euro) nun höher. Apollo muss bis zum 7. August ein verbindliches Angebot für Easyjet vorlegen, Castlelake hat dafür bis zum 3. August Zeit.

Easyjet ist nach Ryanair Europas zweitgrößte Billigfluggesellschaft. Auch in Deutschland bedient sie zahlreiche Strecken und verfügt in Berlin über eine bedeutende Basis. Die Flotte umfasst momentan rund 360 Maschinen der Airbus-A320-Familie. Zu den attraktivsten Vermögenswerten zählen außerdem Landerechte in London, Mailand und Genf. Größter Anteilseigner des Unternehmens ist die Familie des Gründers Stelios Haji-Ioannou mit einer Beteiligung von 15,3 Prozent.