Easyjet: Piloten in Frankreich drohen mit Streik

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Bei Easyjet droht in Frankreich ein neuer Pilotenstreik. Die Gewerkschaft SNPL kritisiert instabile Dienstpläne und fordert für das Cockpit ähnliche Regelungen wie für das Kabinenpersonal.

Mehrere orangefarbene Seitenleitwerke von easyJet-Flugzeugen stehen hinter einem hohen Sicherheitszaun mit Stacheldraht unter einem bewölkten Himmel.
Die Flieger von Easyjet könnten am 13. und 14. September in Frankreich am Boden bleiben. Foto: IMAGO / ANP

Bei Billigflieger Easyjet droht in Frankreich ein neuer Streik. Wie die französische Tageszeitung Le Figaro berichtet, haben die Piloten für den 13. und 14. September zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Hintergrund ist der Streit um die Dienstpläne, die sich nach Angaben der Gewerkschaft SNPL häufig und teils kurzfristig ändern.

Wie Le Figaro berichtet, spricht die Gewerkschaft von einer chronischen Instabilität der Einsatzpläne. So könne es vorkommen, dass ein Pilot am Monatsende keinen einzigen freien Tag mehr so im Plan habe wie zu Monatsbeginn. Teilweise würden sich einzelne Einsätze noch am Vortag mehrfach ändern.

Für Passagiere könnten die Streiktage zu Flugausfällen und Umbuchungen führen. Betroffen sein dürften Verbindungen von und zu französischen Easyjet-Stationen. Reisende sollten vor der Abreise den Flugstatus prüfen und auf Informationen von der Airline achten.

Die Forderungen der Piloten ähneln denen des Kabinenpersonals, das bereits im August aus demselben Grund gestreikt hatte. Der Konflikt wurde Anfang September mit einer Vereinbarung beigelegt. Vorgesehen sind unter anderem fünf Tage im Monat, an denen die Dienstpläne nicht verändert werden dürfen, sowie eine Entschädigung bei Änderungen von mehr als zwei Stunden.

Auch Cockpit- und Kabinenpersonal hat gestreikt

Die Gewerkschaft SNPL kritisiert, dass Easyjet diese Regelungen bislang nicht auf die Piloten übertragen will. Dies sei nicht nachvollziehbar, da Cockpit- und Kabinenpersonal mit denselben Flugzeugen und auf denselben Umläufen arbeiteten.

Unterdessen ist auch die geplante Übernahme von Easyjet durch den US-Investor Apollo Global Management einen Schritt weiter. Apollo hat sich mit Easyjet auf die Bedingungen einer empfohlenen Barübernahme geeinigt. Die Airline wird dabei mit rund 6,7 Milliarden Euro bewertet. Apollo soll bis zu 49,9 Prozent übernehmen können. Der bisherige Mitbieter Castlelake ist dagegen aus dem Bieterrennen ausgestiegen.

Apollo will nach eigenen Angaben die Marke erhalten und weiter in Flotte, Netzwerk und Easyjet Holidays investieren.

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