Flug-Chaos: Tipps rund ums Reisegepäck

Damit Reisende mit ihrem Gepäck im Urlaub oder wieder zu Hause landen, hat Fraport einige Tipps zusammengestellt
Damit Reisende mit ihrem Gepäck im Urlaub oder wieder zu Hause landen, hat Fraport einige Tipps zusammengestellt. Foto: izusek/iStockphoto

Mit dem Beginn der Schulferien am kommenden Montag in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland erwartet der Betreiber des größten deutschen Flughafens Frankfurt/Main den größten Andrang des Jahres. Bereits am Wochenende vom 22. bis 24. Juli rechnet Fraport mit bis zu 200.000 Flugreisenden – pro Tag. Um das derzeitige Flug- und Koffer-Chaos etwas besser handeln zu können, hat Fraport nun einige Tipps zusammengestellt. Der wohl wichtigste: Reisende brauchen Geduld.

Längere Wartezeiten am Kofferband

Der Sommer 2022 stelle die Luftverkehrsbranche vor „große operative Herausforderungen“, heißt es in einer Mitteilung. Das sei auch nach der Rückkehr spürbar, wenn es am Kofferband länger als üblich dauere. Längere Wartezeiten müssen laut Thomas Kirner, Leiter Passagierkommunikation bei Fraport, in den Sommermonaten einkalkuliert werden.

Kirner zufolge gelte für diesen Reise-Sommer: „Je weniger Gepäck, desto besser“. Wenn möglich, sollten Reisende lediglich ein Handgepäckstück mitnehmen und auch das eingecheckte Gepäck reduzieren. Das sollte sowohl außen als auch innen mit „gut sicht- und lesbarer“ Eigentums- und Adressangabe versehen sein.

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Koffer und Co. sollten gut gekennzeichnet werden

Zudem sollte das Gepäck individuell gekennzeichnet werden. „Viele reisen mir schwarzem Rollkoffer – das macht die Identifizierung sehr zeitintensiv. Bewährt haben sich individuelle Aufkleber, ein buntes Kofferband, ein mit Gewebeband aufgeklebtes Zeichen, Kofferhussen oder auch ein Stück Geschenkband am Griff“, sagt Kirner.

Auch beim eigenverantwortlichen Aufgeben von Reisegepäck, beim sogenannten Self Service Baggage Drop, gilt es einiges zu beachten: Der Baggage Tag in Form eines Klebebands muss korrekt angebracht wird. Wie das funktioniert, wird an den Automaten beschrieben. Die Klebeflächen müssen längs miteinander versiegelt werden. „Über Kreuz reicht nicht aus“, erläutert Kirner.

Wichtige Dinge ins Handgepäck

Unbedingt verzichten sollten Reisende „während der angespannten operativen Situation“ auf den Transport verderblicher Waren im Koffer. Darüber hinaus rät Kirner, Medikamente und wichtige Dokumente im Handgepäck mitzunehmen.
Familien könnten zudem die Inhalte der verschiedenen Gepäckstücke untereinander aufteilen. Sollten einzelne Koffer länger unterwegs sein, so hätten alle Familienmitglieder am Urlaubsort einige Kleidungsstücke.

Falls tatsächlich ein Koffer verloren gehen sollte, müssen Passagiere den Verlust bei der Fluggesellschaft anzeigen. „Dafür gibt es bei jeder Airline ein entsprechendes Formular“, sagt Kirner. „Einige Airlines bieten dies als Online-Prozess an, andere am Schalter in der Gepäckausgabe“, erklärt er.

Auch wenn der Koffer nicht sofort gefunden werden sollte, besteht kein Grund zur Panik: Über das weltweite System zur Verfolgung und Lokalisierung von Reisegepäck könne auch noch nach mehreren Tagen „nahezu jeder Koffer“ seinem Besitzer zugeordnet werden, sagt der Fraport-Manager. Reisende haben die Möglichkeit, eine temporäre Adressangabe zu hinterlegen und eine Heimatadresse anzugeben, damit das Gepäck wieder bei seinem Besitzer landet.

Fraport verweist zudem darauf, dass einige Gastronomen am Airport während der Sommermonate rund um die Uhr geöffnet haben. Falls die Abreise sich verzögere oder es am Gepäckband länger dauere, gibt es in der Abflughalle B und in der Airport City Mall in Terminal 1 Essen und Getränke. Der McDonald’s in Terminal 2 habe von 2 bis 22 Uhr geöffnet.

Sämtliche Infos sind auf der Reisehomepage des Flughafen Frankfurt zu finden.

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