Wegen möglicher Einschränkungen bei der Kerosinversorgung am Flughafen Frankfurt hat Lufthansa vorsorglich Maßnahmen ergriffen. Laut Airport besteht aber kein Grund zur Sorge.

Wegen eines möglichen Kerosinmangels am Frankfurter Flughafen hat Lufthansa Maßnahmen veranlasst, um die Treibstoffversorgung zu sichern. Auf ausgewählten Verbindungen seien Piloten angewiesen worden, schon vor dem Abflug nach Frankfurt zusätzlichen Kraftstoff aufzunehmen. Lufthansa erwarte deshalb keine Flugstreichungen, so das Unternehmen laut einem Bericht des Portals Hessenschau. „Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme“, versichert eine Sprecherin.
Die Bild-Zeitung hatte zuerst über die offenbar angespannte Kerosinversorgung am größten deutschen Airport und die Reaktion von Lufthansa berichtet. Hintergrund ist laut Airline unter anderem eine reduzierte Kapazität in einer Pipeline-Anbindung. Nach Bild-Informationen wird zudem der niedrige Rhein-Pegel als möglicher Belastungsfaktor für die Versorgung genannt, da Tankschiffe den Fluss nur eingeschränkt beladen befahren könnten.
Fraport erwartet keinen Engpass
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bestätigt, dass derzeit eine Pipeline turnusgemäß gewartet werde, die auch den Flughafen mit Kerosin versorge. Ein Engpass werde dadurch wegen anderer Versorgungswege und großer Speichermöglichkeiten in Tanks nicht erwartet. Passagiere hätten nichts zu befürchten, heißt es.
Lufthansa betont, mit den ergriffenen Maßnahmen einen verlässlichen Flugbetrieb sicherstellen zu wollen. Ob auch andere Airlines betroffen sind, ist noch unklar.
Kerosinmangel bleibt ein Dauerthema
Seit Beginn des Iran-Kriegs und der daraus resultierenden Schließung der Straße von Hormus ist möglicher Kerosinmangel in diesem Jahr immer wieder ein Thema. Für die abgelaufene Sommersaison hatte Lufthansa versichert, dass die Treibstoffversorgung nicht gefährdet sei.


