Nahost-Krise: Airlines planen weitere Rückholflüge

Update 14.30 Uhr

Nach der teilweisen Öffnung der Lufträume und ersten Flügen Richtung Europa sind einige Urlauber aus der Golfregion wieder zu Hause. Nun planen Fluggesellschaften wie Lufthansa und Emirates für die nächsten Tage weitere Rückholflüge. Hier der aktuelle Stand.

Auf diesem Foto sind mehrere Lufthansa-Flugzeuge auf dem Vorfeld eines Flughafens zu sehen, wobei der Fokus auf die markanten Leitwerke mit dem Kranich-Logo gerichtet ist. Im Vordergrund steht ein modernes Passagierflugzeug mit deutlicher Kennzeichnung und dem deutschen Flaggen-Symbol. Im Hintergrund sieht man weitere Flugzeuge sowie typische Flughafenfahrzeuge.
Lufthansa wird mit einem A340 Deutsche aus der Krisenregion zurückholen. Foto: Lufthansa

Lufthansa

Im Auftrag der Bundesregierung wird Lufthansa in der Nacht vom 4. auf den 5. März einen Flug von Maskat (Oman) nach Frankfurt durchführen, um deutsche Staatsbürger aus der Region nach Deutschland zu fliegen. Eingesetzt werde ein Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A340-300, heißt es in den aktuellen Fluginformationen der Airline. Da dieser Flug im Regierungsauftrag durchgeführt werde, sei keine reguläre Buchung über Lufthansa möglich – deutsche Staatsbürger, die sich derzeit in der Region aufhalten, können sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (Elefand) registrieren.

Zugleich hat Lufthansa die Flugpause von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 6. März verlängert. Auch der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate werde bis dahin nicht genutzt.

Darüber hinaus werden die Airlines der Lufthansa Group sämtliche Flüge von und nach Larnaka auf Zypern bis einschließlich 6. März aussetzen und auch den Luftraum des Landes nicht nutzen.

Und weiterhin gilt: Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten, werden die Lufthansa-Airlines ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran bis einschließlich 8. März aussetzen. Ebenfalls bis einschließlich 8. März werden zusätzlich folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Qatar, Kuweit, Bahrain, Dammam und Iran.

Emirates

Nach den ersten Flügen Richtung Deutschland am Dienstag führt Emirates auch am heutigen Mittwoch (4. März) „eine begrenzte Anzahl“ von Rückführungsflügen für Fluggäste durch. Zwei Maschinen nach Frankfurt und Düsseldorf sind am Nachmittag bereits angekommen, eine dritte wird für den Abend in München erwartet. Wie die Airline auf Anfrage von touristik aktuell auf der ITB mitteilte, könnten am morgigen Donnerstag weitere Flüge folgen.

Bei diesen Sonderflügen hätten Kunden mit früheren Buchungen nach wie vor Vorrang, heißt es auf der Website des Golf-Carriers. Reisende sollten sich nicht zum Flughafen begeben, es sei denn, Sie wurden direkt von Emirates benachrichtigt oder haben eine bestätigte Buchung für diese Flüge.

Alle planmäßigen Emirates‑Verbindungen fallen aufgrund von Schließungen des Luftraums in der gesamten Region nach bisherigem Stand noch bis Ende des Tages aus.

Condor, Etihad und Qatar Airways

Keine Änderungen gibt es bislang bei Condor: Nach wie vor hat der Ferienflieger die Verbindungen zwischen Berlin sowie Stuttgart und Dubai bis einschließlich 5. März ausgesetzt. Flüge von und nach Sulaymaniyah im Irak entfallen bis 3. März.

Unverändert auch die Planungen von Etihad Airways aus Abu Dhabi: Linienflüge von und nach Abu Dhabi bleiben bis zum 5. März um 14 Uhr (Ortszeit) ausgesetzt. Von Katars nationaler Fluglinie Qatar Airways heißt es weiterhin, dass die Flüge aufgrund der Sperrung des Luftraums weiterhin ausgesetzt bleiben. Ein Update werde es am 6. März um 9 Uhr Ortszeit in Doha geben.