Advertorial: Das Geheimnis des ungarischen Weines

Fotos: Ungarisches Tourismusamt
Fotos: Ungarisches Tourismusamt

Das Blatt der Weinrebe gleicht einem Herzen, und im Herzen Europas, in Ungarn, steckt das Herz der Winzer in der Herstellung einzigartiger edler Weine, die auf jahrtausendealter Tradition fußen und seit dem Fall des Eisernen Vorhangs auch stetig wachsende Würdigung im Ausland finden. Um jedoch alle Geheimnisse des ungarischen Weines zu ergründen, empfiehlt sich ein Besuch im Land selbst – ohnehin ein lohnendes Erlebnis.

Schon Matthias Corvinus, im 15. Jahrhundert König von Ungarn, war der Meinung, „dass das ganze Volk Wein haben solle und die Weinbauern hoch zu achten seien.“ Will man den Ursprung des ungarischen Weines finden, muss man jedoch noch viel tiefer in die Geschichte eintauchen. Tatsächlich lassen sich die ältesten Funde, die den Anbau von Reben auf dem heutigen Staatsgebiet belegen, bis in die Zeit der Kelten, kurz vor Christi Geburt, datieren.

Doch auch wenn der Weinbau in Ungarn eine tausendjährige Tradition hat, wurden die meisten Weingüter erst in den letzten drei Jahrzehnten gegründet, weil sie vorher nicht als Privatbesitz geführt werden durften. Viele Winzer bauten dabei allerdings auf lange Familientraditionen auf. Dabei lassen sie durchaus die eigene Persönlichkeit und ihren individuellen Geschmack einfließen, wenn sie von Jahr zu Jahr aufgrund der Wetterlage und anderer Bedingungen neu über Anbau, Ernte und Verschnitt entscheiden. Ein ungarischer Winzer versteht sich daher durchaus als Schöpfer seiner Weine, der im Zusammenspiel mit den Gaben der Natur Kunstwerke des Kelterns formt.

Heutzutage muss der ungarische Wein (ungarisch bor) daher keinen internationalen Vergleich scheuen, denn obwohl die gesamte Rebfläche geringer ist als in manch anderen Ländern, ist die Vielfalt der Anbaugebiete, Rebsorten und Methoden beeindruckend. Wachsender Beliebtheit erfreuen sich auch die auf traditionelle Weise hergestellten Sektsorten.


Sechs große Weinbauregionen
Wein wird nahezu im gesamten Norden und Westen des Landes kultiviert. Dabei sind die Anbaugebiete so verschieden wie die Trauben, die dort reifen. Man unterscheidet die sechs großen Weinregionen Donau, Oberpannonien, Oberungarn, Pannonien, Plattensee und Tokaj, die wiederum in insgesamt 22 Weinbaugebiete unterteilt sind. Hier bewirtschaften rund 32.000 Winzer eine Gesamtrebfläche von etwa 650 Quadratkilometer und produzieren dort jährlich etwa 270 Millionen Liter Wein – zu über zwei Dritteln Weißweine und ein knappes Drittel Rotweine, ähnlich wie in Deutschland.

Die Weinregion Donau rund um Kecskemét im Herzen Ungarns ist mit einer Fläche von 240 Quadratkilometern die zwar größte des Landes, aber die wohl bekannteste Region dürfte Tokaj rund um die gleichnamige Stadt im Nordosten sein. Der Boden besteht hier aus einer Mischung aus Vulkanstaub und Gestein, der Herbst ist länger und trockener. Diese Region, die als einzige aus nur einem Weinbaugebiet besteht und 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, war die weltweit erste, die den Weinbau reglementierte. Bereits im 16. Jahrhundert legte man hier die Herstellung von Süßweinen und die Weinberge, die sich für den Anbau bestimmter Rebsorten besonders gut eigneten, schriftlich fest, um so die höchstmögliche Qualität des nach strengen Regeln gekelterten Erzeugnisses zu gewährleisten.


Tokajer: Edle Beeren für den typischen Geschmack
Der so entstehende Tokajer, der im teuersten önologischen Verfahren der Welt produziert wird, ist ein fruchtiger süßer Dessertwein aus Weißweintrauben. Die Herstellung des Tokajer Ausbruchs (Tokaji Aszú) und der Tokajer Essenz (Tokaji Eszencia) ist besonders kostspielig und mit Unwägbarkeiten verbunden, denn die Weine werden aus rosinenähnlich geschrumpften Trockenbeeren hergestellt, die durch eine wetterabhängige und daher unberechenbare Edelfäule am Rebstock eine natürliche Mostkonzentration erhalten haben. Die edlen Beeren werden einzeln gelesen und im fermentierenden Saft der Trauben aufgesetzt, um den typischen Geschmack zu erzielen. Anschließend gärt und reift der Wein mehrere Jahre in Eichenfässern.

Als landschaftlich reizvollste Weinbauregion gilt Badacsony, eines der sechs Anbaugebiete rund um den Plattensee in Westungarn. Hier können Urlauber Badeferien mit Weingenuss verbinden. Im Westen grenzt an dieses Gebiet das Balaton-Oberland, wo Besucher nicht nur mit einer der schönsten Landschaften Ungarns verwöhnt werden, sondern auch mit exzellenten Tropfen, da die Kombination des mineralhaltigen Basaltbodens mit dem Klima des Sees die perfekte Reifung garantiert. König unter den Rebsorten dieses Gebiets ist der Blaustengler mit seiner rauchigen, kiesel- und honigartigen Note.

Nördlich des Plattensees liegt der Zeugenberg Somló, einer von über 400 erloschenen Vulkanen im Land, Zeuge von vielen Millionen Jahren Erdgeschichte und von 2.000 Jahre altem Weinbau. Hier werden mehrere ganz besondere ungarische Weißweine gekeltert. Anbauflächen finden sich an allen Hängen des Berges, doch gilt der Südhang als beste Lage.

Die zur Region Pannonien gehörende Gemarkung Villány (deutsch Wieland) im Süden Ungarns, ist die berühmteste Rotweinregion des Landes und Heimat preisgekrönter Tropfen. Traditionelle Weine aus dem Gebiet sind Blaufränkischer, Oporto und Kardanka, heutzutage aber auch zunehmen Merlot und Cabernet. Zudem findet man hier den landesweit größten Anteil an Bio-Winzern.


Wein in der Nationalhymne geehrt
Der Stolz der Nation auf ihren Wein zeigt sich auch darin, dass er sogar in der dritten Strophe ihrer Hymne Erwähnung findet: mit den Worten „Tokaj szőlővesszein / Nektárt csepegtettél” – „von Tokajs Weinhängen lässt Du Nektar tropfen“ – bedankt man sich beim Herrgott für diese Segnung. Bei so viel Wertschätzung ist es nur selbstverständlich, dass Wein zum festen Bestandteil jeder Festtafel, jeder Veranstaltung und jeder formlosen Zusammenkunft im Freundeskreis gehört.

Zudem genießt man an heißen Tagen gerne Weinschorlen (ungarisch fröccs) in unterschiedlichen Mischverhältnissen, die alle eigene Namen tragen, und im Winter wärmt man sich mit würzigem Glühwein (forralt bor) von innen auf, den es freilich auch auf Weihnachtsmärkten gibt.

In den Jahreszeiten dazwischen finden zudem zahlreiche Weinfeste statt, etwa das Szegedi Borfesztivál im Mai in Szeged, das Egri Bikavér Ünnep im August in Eger (deutsch Erlau) oder das Budafoki Pezsgő-és Borfesztivál im September in der Hauptstadt.

Am nächsten kommt man der Weinkultur Ungarns zweifelsohne mit einem Besuch auf einem der zahllosen Weingüter, die von behaglichen Familienkellereien über weitläufige Weingüter bis zu Weinterrassen mit atemberaubender Aussicht reichen. Viele Winzer sind hocherfreut, ihre Leidenschaft und Liebe zum Wein mit interessierten Besuchern zu teilen.


Picknick zwischen den Reben
Neben einer Weinprobe lohnt sich auch ein Spaziergang zwischen den Reben – einige Weingüter bieten dazu auch Fahrräder oder Touren im Geländewagen an. Auf diese Weise lernen Besucher nicht nur die Bedeutung des Bodens und anderer Umwelteinflüsse zu verstehen, sondern genießen auch noch die gesunde Luft. Bei einem Wein-Picknick oder Dinner ergibt sich, je nach Angebot, anschließend die Möglichkeit, die zum Wein passenden Speisen kennenzulernen. Selbst für diejenigen, die sich weniger für das Getränk interessieren und nur gerne durch die Natur streifen, stellen die abwechslungsreiche Topographie und die bunten Landschaften der ungarischen Weinbaugebiete ein Erlebnis dar. Und auch an begleitende Kinder hat man vielerorts gedacht: Sie erhalten köstlichen Traubensaft, während ihre Eltern den Wein kosten.

Nach einer solchen Verkostung sollte man sich selbstverständlich keinesfalls ans Steuer setzen, wenn man mit dem eigenen Auto angereist ist. Abhilfe schaffen Winzer, die auf ihrem Gut oder in der Nähe auch eine Unterkunft für die Übernachtung anbieten. So kann man sich bedenkenlos zuprosten: Egészségére!

Weitere Informationen finden Sie unter Wines of Hungary.

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