Indonesien: Flughäfen nach Vulkanausbruch zum Teil wieder offen

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Nach dem Ausbruch des Anak Krakatau normalisiert sich der Flugverkehr in Indonesien. Mehrere Flughäfen, darunter der wichtige Airport in Jakarta, sind wieder geöffnet. Tausende Flüge waren zuvor betroffen.

Luftaufnahme einer Vulkaninsel im Meer, bei der aus dem zentralen Krater eine deutliche Rauchsäule aufsteigt und die graue Aschelandschaft überzieht.
Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau sorgt weiter für Beeinträchtigungen. Foto: IMAGO / NurPhoto

Update, 08. September

Nach dem Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau normalisiert sich der Flugverkehr in Indonesien langsam wieder. Wie unter anderem zdfheute.de berichtet, sind der internationale Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta sowie vier weitere Airports wieder geöffnet. Wegen des Vulkanausbruchs waren insgesamt acht Flughäfen geschlossen worden.

Der Vulkanausbruch hatte erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr. Laut zdfheute.de waren insgesamt 2.961 Flüge von Ausfällen, Umleitungen oder Verspätungen betroffen. Rund 341.000 Reisende mussten mit Einschränkungen rechnen. Die Airlines stehen nun vor der Herausforderung, gestrandete Passagiere möglichst schnell an ihre ursprünglichen Zielorte zu bringen.

Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs erfolgt allerdings schrittweise. Grund dafür ist laut Medienberichten die weiterhin wechselnde Windrichtung, durch die Vulkanasche erneut in Richtung der Flughäfen gelangen könnte. Zudem müssen 178 Maschinen überprüft werden, die während der Schließung am Flughafen Soekarno-Hatta abgestellt waren.

Ausbruch mit heftigen Explosionen

Anak Krakatau war am späten Freitag (4. September 2026) ausgebrochen und hatte Asche über Jakarta und angrenzende Regionen verteilt. Der Ausbruch mit Lavafontänen und heftigen Explosionen ließ am Sonntag zunächst nach.

Neben Soekarno-Hatta und dem zweiten Jakartaer Flughafen Halim Perdanakusuma wurden auch der Flughafen Husein Sastranegara in Bandung sowie zwei kleinere Airports in der Provinz Banten wieder freigegeben. Ein weiterer Flughafen war bereits am Montag geöffnet worden, zwei Airports bleiben vorerst geschlossen.

Reisende nach Indonesien sollten sich daher weiterhin vor Abflug über den aktuellen Flugstatus und mögliche Änderungen informieren.

Erstmeldung, 07. September

Der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau sorgt in Indonesien weiter für erhebliche Behinderungen im Flugverkehr. Die beiden internationalen Flughäfen in Jakarta, darunter der wichtige Soekarno-Hatta Airport, bleiben laut einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA wegen der Vulkanasche mindestens bis Montagabend (Ortszeit) geschlossen. Auch sechs kleinere Flughäfen sind seit dem Wochenende gesperrt.

Nach Angaben der indonesischen Nachrichtenagentur Antara sind inzwischen mehr als 1.500 Flüge und rund 170.000 Passagiere betroffen. Der Flughafen auf der bei Urlaubern beliebten Insel Bali blieb zunächst geöffnet. Jakarta ist allerdings ein wichtiges internationales Drehkreuz für Reisen innerhalb Südostasiens.

„Die Sicherheit hat für uns Priorität“, sagte Verkehrsminister Dudy Purwagandhi. Wegen wechselnder Windrichtungen in verschiedenen Höhen sei derzeit schwer abzuschätzen, wie lange die Aschewolke den Flugverkehr beeinträchtigen werde.

Der Anak Krakatau liegt in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra und ist seit 4. September wieder aktiv. Sein Name bedeutet „Kind des Krakatau“. Der Vulkan war nach der verheerenden Eruption des Krakatau im August 1883 entstanden.

Berühmter Vulkan mit tödlicher Geschichte

Der Ausbruch des Krakatau von 1883 gehört zu den schwersten Vulkankatastrophen der Neuzeit. Die Explosionen waren laut U.S. Geological Survey so gewaltig, dass ihre Druckwellen noch in großer Entfernung spürbar waren. In Batavia, dem heutigen Jakarta, rund 150 Kilometer vom Vulkan entfernt, wurden deutliche Luftdruckschwankungen registriert. Der Donner der finalen Explosion war sogar noch im mehr als 3.000 Kilometer entfernten Perth in Australien und auf der fast 5.000 Kilometer entfernten Insel Rodrigues im Indischen Ozean zu hören.

Der Ausbruch erzeugte damit den lautesten und am weitesten verbreiteten Schall, der in der aufgezeichneten Geschichte dokumentiert ist. Die dabei ausgelösten atmosphärischen Druckwellen umrundeten die Erde mehrfach und wurden weltweit von Messinstrumenten registriert. Ein großer Teil der Vulkaninsel versank damals im Meer.

Auch der Anak Krakatau wurde 2018 zur Gefahr für die Bevölkerung: Nach einem Ausbruch rutschte ein Teil des Vulkans ins Meer und löste einen Tsunami aus. Mehr als 400 Menschen kamen ums Leben.

Maßnahmen gegen die Vulkanasche

Um die Folgen der aktuellen Eruption einzudämmen, wollen die Behörden in Indonesien laut DPA mit sogenanntem Cloud Seeding künstlichen Regen erzeugen. Er soll die Vulkanasche aus der Atmosphäre und von betroffenen Gebieten waschen.

Auch an Land wird gegen die Aschebelastung vorgegangen. In Bandar Lampung auf Sumatra werden Straßen mit Wasser besprüht, um die Staubbelastung zu reduzieren. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Masken zu tragen.

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring und gehört zu den vulkanisch aktivsten Regionen der Welt. Im Land gibt es rund 130 aktive Vulkane.

Erst Mitte August hatte der Ausbruch des Ätna auf Sizilien für Flugchaos gesorgt.

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