USA-Reisen aus Deutschland brechen um fast ein Viertel ein

Offizielle US-Ankunftsdaten zeigen: Deutschland verzeichnet unter 48 europäischen Märkten den größten absoluten Rückgang bei USA-Reisen. Von Januar bis August 2026 sank die Zahl der Ankünfte um rund 310.000 – ein Minus von 23,9 Prozent gegenüber 2024.

Deutschland hat unter allen 48 untersuchten europäischen Quellmärkten den stärksten absoluten Rückgang bei den Einreisen in die USA verzeichnet. Laut einer Analyse offizieller Daten des US National Travel and Tourism Office (NTTO) sank die Zahl der Ankünfte aus Deutschland im Zeitraum Januar bis August 2026 auf 983.296 – das sind 309.558 weniger als im Vergleichszeitraum 2024 und entspricht einem Minus von 23,9 Prozent. Auch gegenüber 2025 gingen die Ankünfte um 15,5 Prozent zurück.

Insgesamt reisten aus Europa zwischen Januar und August 2026 rund 8,4 Millionen Besucher in die USA. Das waren 9,7 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2024, als noch rund 9,3 Millionen Ankünfte registriert wurden. Die Zahlen für Juli und August 2026 sind dabei noch vorläufig.

Anzeige
Eine Übersicht verschiedener Hotelmarken-Logos auf dunkelblauem Hintergrund, angeordnet in einer Reihe unter der Überschrift ELEGANCE COLLECTION.

Dänemark mit größtem prozentualen Rückgang

Den stärksten prozentualen Einbruch unter allen 48 Märkten verzeichnete Dänemark mit einem Minus von 40,2 Prozent – die Ankünfte fielen von rund 156.000 auf etwa 93.300. Auch andere große europäische Quellmärkte waren deutlich betroffen: Die Niederlande verzeichneten ein Minus von 21,5 Prozent, Frankreich von 20,2 Prozent und die Schweiz von 22,9 Prozent. Schweden lag bei minus 13,3 Prozent, Österreich bei minus 14,7 Prozent.

Gegen den Trend entwickelte sich Großbritannien als größter europäischer Quellmarkt mit einem leichten Plus von 1,5 Prozent gegenüber 2024 auf rund 2,63 Millionen Ankünfte – allerdings lagen die Zahlen gegenüber 2025 bereits leicht im Minus. Polen war der einzige der 15 großen europäischen Märkte, der sowohl gegenüber 2024 als auch gegenüber 2025 zulegte: plus 6,3 Prozent beziehungsweise plus 0,9 Prozent.

Die Analyse basiert auf NTTO-Daten des I-94-Ankunftsprogramms und vergleicht jeweils die Monate Januar bis August. Die Daten erfassen Ankunftsereignisse nach Wohnsitzland der Reisenden, nicht nach Staatsbürgerschaft.