Hurrikan Melissa: Auswärtiges Amt rät vor Reisen nach Jamaika ab

Jamaika auf der Landkarte mit Fähnchen in den Nationalfarben Schwarz, Grün und Gelb – symbolisch für beliebte Reiseziele wie Montego Bay, Kingston und die Blue Mountains.
Das Auswärtige Amt warnt vor nicht notwendigen Reisen nach Jamaika ab. Foto: Pawel Gaul/iStock

Wenige Tag nach dem verheerenden Hurrikan Melissa kämpfen Jamaika, Kuba und weitere betroffene Karibikstaaten mit den Auswirkungen. Auf Jamaika, das von der Regierung zum Katastrophengebiet erklärt wurde, sind laut Medienberichten zahlreiche Straßen blockiert und Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt sowohl auf Jamaika als auch auf Haiti mehrere Todesopfer.

Nach wie vor ist nicht klar, wie groß das Ausmaß der Schäden ist. Das Auswärtige Amt rät seit dem heutigen Freitag von nicht notwendigen Reisen ab. Es sei mit zahlreichen Beeinträchtigungen der Infrastruktur, inklusive des Stromnetzes, des Internets und Telefons zu rechnen. Es bestehe Erdrutschgefahr. Überlandfahrten seien nur sehr eingeschränkt möglich, da viele Straßen vorerst unpassierbar seien, heißt es auf der Webseite der Behörde.

Airport in Montego Bay stark beschädigt

Zwar sei der Flughafen Norman Manley International Airport in der Hauptstadt Kingston am 30. Oktober wieder für kommerzielle Flüge geöffnet. Der Sangster International Airport in Montego Bay sei stark beschädigt und noch nicht wieder für kommerzielle Flüge freigegeben.

Dertour und Meiers Weltreisen haben aktuell eigenen Angaben zufolge eine zweistellige Gästezahl auf Jamaika sowie eine dreistellige Gästezahl auf Kuba. Die Gäste auf Kuba befinden sich aktuell nicht in den von Melissa betroffen Regionen, heißt es in einer Mitteilung.

Dertour verlängert Stornierungsoptionen

Da der Flughafen auf Jamaika derzeit geschlossen sei, hätten einige Gäste ihren ursprünglich gebuchten Rückflug nicht antreten können. Der Aufenthalt der Pauschalreisegäste sei auf Kosten des Veranstalters verlängert worden. Der Rückflug sei für den 1. November geplant. Falls dies nicht möglich ist, werde der Aufenthalt erneut verlängert.

Weiterhin bietet Dertour kostenfreie Stornierungen und Umbuchungen an. Diese Option wurde bis zum 3. November verlängert. „Wir beobachten die Situation vor Ort sehr genau und stehen im direkten Austausch mit dem Katastrophenschutz und der Flughafenbetreibergesellschaft. Bei Bedarf nehmen wir umgehend eine Neubewertung vor“, teilt Dertour mit.

TUI Care Foundation startet Spendenaufruf

Um betroffene Gemeinden auf Jamaika zu unterstützen sind die ersten Spendenaktionen gestartet. Die TUI Care Foundation habe ihren Emergency Relief Fund aktiviert, um sowohl kurzfristige Nothilfe als auch langfristige Unterstützung beim Wiederaufbau zu leisten, heißt es in einer Pressenotiz. Gemeinsam mit Partnern werde die Stiftung sicherstellen, „dass jede Spende gezielt und wirkungsvoll eingesetzt wird“.

Ziel sei es, langfristige Hilfe und soziale Unterstützung zu gewährleisten. Die betroffenen Gemeinden sollen beim Wiederaufbau begleitet werden. „100 Prozent aller Spenden fließen direkt in Projekte in Jamaika, um die Menschen zu unterstützen, die vom Hurrikan betroffen sind“, teilt die Stiftung mit. Darüber hinaus habe sich die TUI Care Foundation verpflichtet, jede eingehende Spende zu verdoppeln. Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Stiftung. (uf)

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