Mit großer Sorge blickt hierzulande die Touristik auf Hurrikan Melissa. Dieser hat aktuell die höchste Kategorie 5 erreicht und bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 280 Stundenkilometern auf Jamaika zu. Auch für Provinzen im Osten Kubas und Teile der Bahamas wurden Hurrikan-Warnungen herausgegeben. Es sei mit langanhaltenden Starkregenfällen, Sturmfluten und Erdrutschen zu rechnen.
Veranstalter wie TUI und Schauinsland-Reisen beobachten die Situation in der Karibik mit größter Sorgfalt. Wie Anbieter Schauinsland-Reisen, der Jamaika als neues Zielgebiet im Portfolio hat, hat auch TUI derzeit nur eine sehr geringe Anzahl an Gästen auf Jamaika. Diese, so betonen Sprecher der beiden Unternehmen, seien durch das Krisen-Management über die Lage und die empfohlenen Verhaltensregelungen informiert worden.
Krisen-Management hat Urlauber informiert
Wie Schauinsland-Reisen mitteilt, stehe eine Reiseleitung vor Ort rund um die Uhr über eine Notfallnummer zur Verfügung. „Zudem befinden wir uns in ständigem Austausch mit unserer Zielgebietsagentur, um über alle Entwicklungen informiert zu bleiben und bei Bedarf schnell reagieren zu können.“
Aktuell liegen laut dem Duisburger Veranstalter keine Anfragen zu Stornierungen oder Umbuchungen zukünftiger Reisen vor. Über mögliche kulante Regelungen werde je nach Entwicklung der Situation individuell entschieden. Das teilt auch TUI auf Anfrage mit. Man müsse die nächsten Stunden abwarten.
Auch Alltours steht mit den Reiseleitern und Incoming-Agenturen in der gesamten Karibikregion in Kontakt. Die Situation entwickele sich sehr dynamisch, sodass man im Einzelfall über das weitere Vorgehen entscheide, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit. Derzeit habe Alltours keine Gäste auf Jamaika. Die Destination ist neu im Portfolio des Düsseldorfer Veranstalters.
Laut dem Sprecher blieb der Hurrikan in der Dominikanischen Republik bislang ohne nennenswerte Auswirkungen auf Alltours-Gäste. „In Kuba befinden sich unsere Gäste nicht in Regionen, die nach den derzeitigen Vorhersagen vom Hurrikan betroffen sein werden.“
Reedereien routen um (Update)
Auch Schiffsreisen sind vom Hurrikan Melissa betroffen. So haben laut Medienberichten unter anderem Carnival Cruise Line, Disney Cruise Line und Royal Caribbean International Karibik-Kreuzfahrten umgeroutet. MSC Cruises teilte auf ta-Anfrage mit, dass die aktuelle Reiseroute der MSC World America ebenfalls geändert wurde. Das Schiff sollte ursprünglich die östliche Karibik anlaufen und nimmt stattdessen nun Kurs auf die westliche Karibik. Man werde die Situation weiterhin beobachten und das Routing entsprechend anpassen, heißt es von der Reederei.
Auswärtiges Amt mit Tipps für Reisende
Auf der Website des Auswärtigen Amts sind Hinweise für Reisende vor Ort zu finden. So rät das Amt Urlaubern, regelmäßig die örtlichen Nachrichten zu aktuellen Entwicklungen und Maßnahmen der Behörden zu verfolgen und sich in die Krisenvorsorgeliste einzutragen.
Wie das Auswärtige Amt mitteilt, haben die jamaikanischen Behörden verpflichtende Evakuierungsanordnungen für einige küstennahe Gebiete inklusive Teile von Kingston erlassen. Darüber hinaus sind auf der Webseite Informationen zu Notunterkünften zu finden.
Weitere Infos zum Hurrikan gibt es auf der Webseite des National Hurricane Centers. (uf)



