Nordic Walking hat in Polen sein Nischendasein hinter sich gelassen. Zwischen Ostsee, Seenplatten und Mittelgebirgen entstehen immer mehr markierte Strecken in Kurorten, Nationalparks und städtischen Grünanlagen. Die Wege sind meist ausgeschildert und nach Schwierigkeitsgraden eingeteilt – ein Angebot, das sich ausdrücklich auch an Einsteiger richtet.
Besonders stark wächst das Netz in Regionen, die schon länger auf Aktivtourismus setzen, etwa im Riesengebirge, in Masuren und in Kleinpolen. Hauptreisezeit ist laut des polnischen Fremdenverkehrsamtes zwischen April und Oktober, einige Strecken können aber auch im Winter genutzt werden.
Zahlreiche Touren in ganz Polen

Die Kleinstadt Barlinek ist etwa 90 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt und liegt zwischen mehreren Seen. Sieben ausgezeichnete Trasse mit drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und einer Länge von mehr als 55 Kilometern. In den Nationalparks der Region Podlasie im Nordosten Polens erwartet Nordic-Walking-Begeisterte beispielsweise ein 15 Kilometer langer Rundweg im Bialowieza-Urwald.
Auch die Masurische Seenplatte hält Angebote bereit. Am Jezioro Sniardwy, Polens größtem See, etwa verläuft eine rund 20 Kilometer lange Strecke am Seeufer entlang. Die Route kann auch in Teiletappen gelaufen werden und eignet sich für Familien. Vor den Toren der polnischen Hauptstadt Warschau kann man indes im Kampinos-Nationalpark eine 16 Kilometer lange Rundtour machen.


