Matterhorn: Neue Gondelbahn verbindet Schweiz und Italien

Der „Matterhorn Glacier Ride II“ quert die Alpen. Foto: Zermatt Bergbahnen
Der „Matterhorn Glacier Ride II“ quert die Alpen. Foto: Zermatt Bergbahnen

Eine neue Gondelbahn in knapp 4.000 Metern Höhe verbindet nun die Schweiz und Italien miteinander. Die Bahn mit dem Namen „Matterhorn Glacier Ride II“ schließt die Lücke zwischen Zermatt und dem italienischen Bergort Cervinia. Die Tour konnten Besucher bislang nur mit Skiern machen. Laut dem Betreiber Zermatt Bergbahnen stellt die Verbindung die höchste durchgehende Alpenüberquerung per Seilbahn dar.

Knapp 400 Höhenmeter passiert die Bahn in nur vier Minuten vom Klein Matterhorn auf die Testa Grigia, Passagiere fahren direkt über den Theodulgletscher. 1.300 Fahrgäste kann der Matterhorn Glacier Ride II pro Stunde transportieren. Die Hin- und Rückfahrt kostet 240 Franken.

Die neue Verbindung, die Ende Juni eröffnet wurde, ist nicht unumstritten, wie der Schweizer Sender SRF berichtet. Der Nationalrat der Grünen Zermatt befürchtet, dass es zu Overtourism kommen könne. „Da locken die Bahnen neue Gästegruppen an, die letztlich einfach nur die Alpen überqueren und dann schnell wieder weiterreisen wollen“, zitiert der Sender Politiker Christophe Clivaz.

Anders sieht es Markus Hasler, Chef der Zermatt Bergbahnen. „Durch die entsprechende Preisstrategie wird kein Massen- oder Durchgangstourismus gefördert, sondern das Erlebnis für Individualreisende.“

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