Das Auswärtige Amt hat seine Sicherheitshinweise für Teile des Nahen Ostens erneut verschärft. So rät die Behörde seit vergangenem Wochenende erneut von nicht notwendigen Reisen nach Jordanien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate ab.
Hintergrund ist die angespannte Sicherheitslage nach der jüngsten Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Zuvor waren die Reisewarnungen für weite Teile der Region bereits aufgehoben worden.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts bleibt die Lage in der Region volatil. Trotz der im Juni 2026 zwischen den USA und dem Iran unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzung komme es wieder vermehrt zu militärischen Schlägen gegen Ziele in der Region. Zuletzt meldeten unter anderem Bahrain, Kuwait und Jordanien wiederholt Raketenangriffe aus dem Iran.
| Vereinigte Arabische Emirate | Von Reisen wird abgeraten |
| Oman | Von Reisen in bestimmte Regionen wird abgeraten |
| Katar | Von Reisen wird abgeraten |
| Bahrain | Von Reisen wird dringend abgeraten |
| Jordanien | Von Reisen in bestimmte Landesteile wird dringend abgeraten |
| Israel | Reisewarnung für Teile des Landes, von Reisen in weitere Regionen wird dringend abgeraten |
| Libanon | Reisewarnung für bestimmte Regionen, von Reisen in weitere Regionen wird dringend abgeraten |
| Saudi-Arabien | Von Reisen in bestimmte Regionen wird dringend abgeraten |
| Kuwait | Von Reisen wird dringend abgeraten |
| Irak | Reisewarnung |
| Iran | Reisewarnung |
| Jemen | Reisewarnung |
| Syrien | Reisewarnung |
Die Verschärfung der Sicherheitshinweise für die VAE und Jordanien hat vorerst keine Auswirkungen auf Reisende. Erst wenn eine konkrete Reisewarnung des Auswärtigen Amts vorliegt, können Pauschalurlauber in der Regel ihren Aufenthalt in der betroffenen Region sowie Transitreisen über die betroffenen Drehkreuze kostenfrei stornieren.
Reisehinweise, Sicherheitshinweise, Reisewarnung
Das Auswärtige Amt informiert Reisende regelmäßig über die aktuelle Lage in ihren Urlaubsländern. Dabei wird zwischen Reisehinweisen, Sicherheitshinweisen und Reisewarnungen unterschieden – mit teils erheblichen Auswirkungen für Urlauber.
Reisehinweise enthalten allgemeine Informationen zum Reiseland. Dazu gehören unter anderem Einreisebestimmungen, Zollvorschriften, medizinische Hinweise sowie landesspezifische Besonderheiten, die für Reisende relevant sind.
Sicherheitshinweise weisen auf erhöhte Risiken in einem Land oder einer Region hin. Sie werden regelmäßig überprüft und an die aktuelle Lage angepasst. Je nach Einschätzung des Auswärtigen Amts können sie die Empfehlung enthalten, Reisen einzuschränken oder auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.
Eine Reisewarnung spricht das Auswärtige Amt aus, wenn eine konkrete Gefahr für Leib und Leben besteht. Sie kann für ein gesamtes Land oder nur für einzelne Regionen gelten. In besonders kritischen Situationen werden Deutsche vor Ort zusätzlich zur Ausreise aufgefordert.
Wichtig für Reisende: Eine Reisewarnung ist kein rechtliches Ausreiseverbot. Sie stellt vielmehr die höchste Warnstufe des Auswärtigen Amts dar und dient als deutliche Empfehlung, auf Reisen in das betroffene Gebiet zu verzichten.


