Naher Osten/Golfstaaten: Flugausfälle und Reiseabsagen

Am Morgen des 28. Februar haben Israel und die USA mit Luftschlägen gegen Ziele im Iran begonnen. Es folgten Luftangriffe aus dem Iran auf Israel und weitere Ziele in der Region. Mit weiteren Angriffen muss gerechnet werden.

Zahlreiche Airlines, darunter auch Lufthansa, Emirates und Qatar Airways, haben deshalb ihre Flüge in zahlreiche Ziele der Golfregion eingestellt. Veranstalter haben Pauschalreisen mit entsprechenden Flügen abgesagt; das Auswärtige Amt hat unter anderem für die Vereinigten Arabischen Emirate, Israel, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Oman eine Reisewarnung ausgesprochen.

Iranische Nationalflagge auf einem hohen Mast über einer dicht bebauten, leicht smogverhangenen Stadtlandschaft mit zahlreichen flachen Gebäuden.
Die USA und Israel haben am 28. Februar begonnen, Ziele in Iran anzugreifen. Foto: Abram81/iStock

Zahlreiche Umsteigeverbindungen und Kreuzfahrer betroffen

Mit Blick auf die Flüge sind aktuell speziell die Drehkreuze Doha und Dubai, zum Teil auch Abu Dhabi betroffen. Das wirkt sich nicht nur für Reisende in die Golfregion aus, sondern auch auf Umsteigeverbindungen unter anderem auf die Seychellen, nach Mauritius und Asien.

Vtours hat Reisebüros und Kunden unter anderem folgende Empfehlung gegeben: Reisegäste, die morgen oder Montag (1. oder 2. März 2026) abreisen und deren Flug bereits gestrichen wurde, wenden sich bitte so zeitnah wie möglich an die Reiseleitung vor Ort. Die Reiseleitungen werden die Hotelaufenthalte entsprechend verlängern, in denen Flugpauschalreisegäste untergebracht sind oder Hotelalternativen zur Verfügung stellen. Andere Reiseveranstalter dürften ähnlich verfahren.

Von den Kreuzfahrtanbietern sind unter anderem TUI Cruises und MSC vor Ort. Die „Mein Schiff 4″ liegt aktuell in Abu Dhabi, die „Mein Schiff 5″ in Doha in Katar. Auch die MSC Euribia ist betroffen.

Die für Sonntag geplanten Gästewechsel werden in dieser Form nicht stattfinden. Wegen der gefährlichen Lage und der Reisewarnungen sei eine planmäßige Durchführung der für Samstag, Sonntag und Montag geplanten Reisen derzeit nicht verantwortbar, heißt es etwa auf der Website von TUI Cruises. „Alle Gäste, die sich aktuell bereits an Bord befinden oder eine Anreise geplant hatten, wurden von uns direkt und individuell darüber informiert“, so die TUI-Beteiligung.

MSC Cruises hat wegen der Sicherheitslage eine Kreuzfahrt der Euribia ab Doha in Katar abgesagt. Zur Sicherheit von Passagieren und Besatzung bleibe die MSC Euribia im Hafen von Dubai, heißt es.

Glück im Unglück hat Aida Cruises: Die Rostocker Reederei hatte bereits im Juli 2025 die eigentlich geplanten Fahrten der Aida Prima im Orient während der Wintersaison 2025/2026 abgesagt. Es wurden Alternativrouten in Nord- und Ostsee angeboten. Zeitgleich hatte auch Costa aufgrund der laut Reederei seit längerem ungewissen Situation im Nahen Osten beschlossen, die ursprünglich für diesen Winter geplanten Kreuzfahrten in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht durchzuführen. Dies schließt die Positionierungsfahrten der Costa Toscana von und nach Dubai mit ein. Stattdessen wurde ein Alternativprogramm im westlichen Mittelmeer aufgelegt.

Auch sonst sind aufgrund der politischen und militärischen Spannungen der vergangenen Monate nur wenige Kreuzfahrtschiffe im Persischen Golf unterwegs.

Entwicklung nicht absehbar

Für alle Reisenden oder Menschen mit Reiseplanung gilt: Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Saudi-Arabien, nach Jordanien und nach Katar sollten nicht mehr unternommen werden. Rückreisende mit stornierten Flüge sollten sich direkt an ihren Veranstalter wenden, der nach Alternativen sucht. Direktkunden müssen sich mit ihrer Airline in Verbindung setzen.

Detailinformationen bietet der Sicherheitsdienstleister A3M. Er aktualisiert seine Informationen fortlaufend, die meisten Reisebüros sind direkt an A3M angeschlossen. Wie ernst die Lage auch für Touristen ist, zeigen die Angriffe auf Dubai. So brannte am Samstag nach einem Beschuss durch Raketen beziehungsweise Drohnen im Fairmont Hotel auf der künstlichen Insel The Palm, am Sonntag traf es Berichten zufolge eines der berühmtesten Hotels der Welt, das Burj al Arab.

Reisende, die gerade in der Krisenregion unterwegs sind, sollten sich in die Krisenvorsorgeliste ELEFAND eintragen: https://krisenvorsorgeliste.diplo.de/signin. Die Botschaft in Abu Dhabi und das Generalkonsulat in Dubai sind unter folgenden Bereitschaftsdienstnummern erreichbar: 050 650 4134, 050 317 2379, 050 621 6291.