Überschwemmungen im Süden Afrikas: Starke Einschränkungen

Mehrere Marabus stehen in einer überfluteten Landschaft und breiten ihre dunklen Flügel aus, während sie im seichten Wasser eines überschwemmten Gebiets im südlichen Afrika waten.
Von den Überschwemmungen sind große Teile des Krüger-Nationalparks betroffen. Foto: JaviJ/iStock

Wochenlange heftige Regenfälle haben im Süden Afrikas zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Medienberichten zufolge sind vor allem Mosambik, Simbabwe und der Norden Südafrikas betroffen. Mehrere Menschen kamen ums Leben. In Südafrika riefen die Behörden den nationalen Katastrophenfall aus.

Besonders stark betroffen sind die südafrikanischen nordöstlichen Provinzen Limpopo und Mpumalanga. Dort liegt auch der bei Touristen beliebte Krüger-Nationalpark, der teilweise geschlossen wurde. Rund 600 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Bilder und Videos zeigen überflutete Camps und Unterkünfte.

Tages-Kontingente im Krüger-Nationalpark

Wegen erheblicher Schäden an der Parkinfrastruktur hat die Nationalparkverwaltung San Parks für Besucher des Krüger-Nationalparks ein Kontingentsystem für die Parktore eingeführt. Tagesbesuche sind daher nur eingeschränkt möglich. Das Kontingent gilt für die weiterhin geöffneten Tore Malelane Gate, Numbi Gate und Paul Kruger Gate. „Gäste werden gebeten sicherzustellen, dass ihre Fahrzeuge über ausreichend Kraftstoff verfügen, da die Tankstellen in den Camps durch den anhaltenden Regen beeinträchtigt sein könnten“, heißt es auf der Website von San Parks.

Die Strecke von Skukuza zum Phabeni Gate bleibt aufgrund von Überschwemmungen gesperrt. Das Phabeni-Tor ist daher derzeit nicht über Skukuza erreichbar. Auch das Orpen-Tor bleibt laut San Parks aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres geschlossen – ebenso wie sämtliche Tore im Norden des Parks.

Hotlines für Reisende eingerichtet

Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, die einen Aufenthalt im Krüger-Nationalpark gebucht haben, ihre Reise zu stornieren. Die Nationalparkverwaltung biete kostenlose Rückerstattungen an. Es könne Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis sich die Lage vor Ort wieder stabilisiert habe.

Für Reisende in der Provinz Mpumalanga wurde eine Hotline eingerichtet: +27 (0)6630 009991. Das San Parks Emergency Call Centre ist zudem unter +27 (0)13 735 4363 sowie per Whatsapp unter +27 76 807 9679 erreichbar.

Verheerende Auswirkungen auch in Mosambik

Besonders dramatisch ist die Lage im Nachbarland Mosambik. Nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) wurden mehr als 70.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche überflutet, darunter Anbaugebiete für Reis und Mais. Dadurch sei der Zugang zu Nahrungsmitteln für Tausende Kleinbauern gefährdet, berichtet „Die Zeit“ unter Berufung auf das WFP.

Zusätzlich verschärfen Reptilien die Situation. Im Süden Mosambiks kamen Medienberichten zufolge zwei Menschen bei Krokodil-Angriffen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt.