Oceania Cruises: Indirekte Provisionserhöhung für Neubuchungen

Für die Vermittlung von Reisen mit Oceania Cruises erhalten Vertriebspartner künftig eine höhere Vergütung. Diese resultiert aus der Abschaffung der nicht provisionsfähigen Anteile der Kreuzfahrtpreise, der Non-Commissionable Cruise Fares, kurz NCFs. Dazu zählen Steuern, Hafengebühren und weitere Abgaben. Somit wird künftig der komplette Kreuzfahrtpreis vergütet, wie das Unternehmen mitteilt. Dies gilt mit den für Mai und Juni angekündigten Verkaufsstarts für die Sommersaison 2028, die Wintersaison 2028/2029 sowie die Weltreisen 2028 und 2029.

Ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff der Oceania Cruises fährt auf ruhigem Meer bei Sonnenuntergang, das goldene Licht spiegelt sich auf dem Wasser. Das Bild vermittelt Urlaubsfeeling und Exklusivität beim Kreuzfahrturlaub.
Die Vermittlung von Oceania-Kreuzfahrten – im Bild die Allura – wird für Vertriebspartner noch lukrativer. Foto: Oceania Cruises

Preise und Leistungen bleiben unverändert

Durch diese „dauerhafte strukturelle Verbesserung“, so Oceania, verdienten Vertriebspartner bei jeder Buchung mehr Provision, während die Preise und Leistungen für Gäste unverändert blieben.

„Reiseberater stehen im Zentrum der Wachstumsstrategie von Oceania Cruises – heute und auch langfristig“, wird Chief Sales Officer Nathan Hickman, in der Mitteilung zitiert. Während NCFs in der Branche weiterhin nicht unüblich seien, stelle die Entscheidung, eine „gezielte Investition in den wichtigsten Vertriebskanal“ dar.

Neuregelung auch mit Blick auf den Wachstumskurs

Die Luxusmarke betreibt aktuell acht Schiffe und hat fünf Neubauten der neuen Sonata-Klasse mit geplanter Indienststellung zwischen 2027 und 2037 bestellt. Die Insignia indes geht aus der Flotte, wie der US-amerikanische Mutterkonzern Norwegian Cruise Line Holdings bereits im vergangenen Jahr angekündigt hat.

Von dessen Markentrio hat in Kontinentaleuropa übrigens einzig Oceania Cruises NCFs – bei den Schwestermarken Norwegian Cruise Line (NCL) und Regent Seven Seas Cruises gibt es diese nach Unternehmensangaben nicht. Bei NCL wurde und werde die Provision auch weiterhin auf die gesamten Kreuzfahrtpreise sowie weitere Bestandteile wie „Free at Sea“ oder Flüge gezahlt, heißt es von der Europa-Zentrale in Wiesbaden. Für andere Quellmärkte, in denen NCFs Anwendung fanden, hatte NCL Ende vergangenen Jahres deren Abschaffung angekündigt.