Kreuzfahrten

Kreuzfahrtmarktspiegel: Preise gesunken

Das Umsatzwachstum in der Kreuzfahrt wurde 2019 leicht gebremst

Das Umsatzwachstum in der Kreuzfahrt wurde 2019 leicht gebremst. Foto: jgroup/Istockphoto.com

Vereint verschiedenste Vermittler: KI-Chefin Tina Kirfel

Vereint verschiedenste Vermittler: KI-Chefin Tina Kirfel. Foto: KI

Ein gebremstes Umsatzwachstum und gesunkene Preise sind das Ergebnis des ersten „Kreuzfahrtmarktspiegels“. Die Erhebung der Kreuzfahrt-Initiative (KI) und von touristik aktuell soll aus Vermittlersicht die Buchungs- und Preisentwicklung dokumentieren. Letztere wird in der jährlichen gemeinsamen Kreuzfahrtmarktstudie der Branchenverbände DRV und Clia nicht mehr abgebildet.

Der Kreuzfahrtmarktspiegel basiert auf Angaben der 35 KI-Mitglieder, die zusammen mehrere Hundert Kreuzfahrtvertriebsstellen repräsentieren und einen guten Querschnitt bilden: Ihre Profile reichen von kleinen und großen Kreuzfahrtbüros über die Reisebüro-Kooperationen AER und TVG bis hin zu großen Online-Portalen wie E-Hoi.

Zusammen stehen sie – das zeigt die Auswertung des Kreuzfahrtmarktspiegels – für einen Gesamtumsatz von rund 350 Millionen Euro. Diese Summe steht für 2019 zu Buche. Das Umsatzwachstum war im vergangenen Jahr etwas gebremst: Betrug der Zuwachs von 2017 auf 2018 noch 9,7 Prozent, waren es von 2018 auf 2019 noch 9,0 Prozent. Der durchschnittliche Ticketpreis sank von 1.926 Euro (2018 zu 2017) auf 1.906 Euro (2019 zu 2018).

Dieser Trend wird sich auch in diesem Jahr fortsetzen, prognostiziert genau die Hälfte der KI-Mitglieder. Und 22 Prozent von ihnen erwarten, dass die Ticketpreise 2020 in etwa gleichbleiben, 28 Prozent rechnen mit steigenden Durchschnittspreisen.

Meistverkaufte Reedereien der KI-Mitglieder waren im vergangenen Jahr TUI Cruises und Aida, gefolgt von MSC und Hapag-Lloyd Cruises.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen ta-Ausgabe 3/2020.

Anzeige

Kommentar (1)

  • Egon Strate
    am 28.01.2020
    Ich meine, das war doch zu erwarten. Es gibt eine gewisse Schicht an Kunden, die eine Kreuzfahrrt buchen, aber nach einer gewissen Anzahl an durchgeführten Kreuzfahrten haben diese Gäste alle Ziele gesehen, neues gibt es eben nicht. Viele Gäste mögen auch nicht diese 5000 Passagiere aufnehmende " Truppentransporter" aber die Manager der Reedereien bestellen immer neue Schiffe dieser Größe. Und die Manager müssen ja auch Erfolge vorweisen, um ihren Job zu erhalten!!! Ob die Gäste das wollen ist ja egal.Und das ist nun das Ergebnis. Und wenn 7 Tage Kreuzfahrten zum Preis von EURO399,-- dann verliert die ganze Branche ihre glaubwürdigkeit.

Kommentar schreiben