Neue ta: Mehr Lust als Frust

Die Ausgabe einer Fachzeitung für Touristik, platziert auf einem Schreibtisch mit typischen Arbeitsutensilien. Sie thematisiert unter anderem die Zufriedenheit von Reiseverkäufern und Branchenentwicklungen.
In der neuen Ausgabe von touristik aktuell geht es um Zufriedenheit und Unzufriedenheit in den Reisebüros. Foto: Kunakorn-Rassadornyindee/iStock

92 Prozent der Reiseberater lieben ihren Job: Das Ergebnis einer Studie, für die das B2B-Portal Ratehawk 1.300 Reiseverkäufer weltweit befragt hatte, hat in den sozialen Medien für einige skeptische Kommentare gesorgt. Streiks für einen neuen Tarifvertrag, schlechte Gehälter, nervige Kunden, Fachkräftemangel – all das vermiese den Spaß am Counter, so der Tenor.

Dieses Feedback hat ta-Chefredakteur Matthias Gürtler veranlasst, sich einmal selbst bei Reiseverkäufern umzuhören. Die Ergebnisse hat er in der Titelgeschichte der neuen Ausgabe von touristik aktuell (ta 16/2025) unter „Mehr Lust als Frust“ zusammengefasst. Trotz einigen Verbesserungsbedarfs beispielsweise beim Blick auf die Gehälter zeigen sich die meisten von ihm befragten Reiseexperten mit den Job zufrieden. Ihr Zufriedenheitsrezept: aktiv sein, Konzepte und Ideen entwickeln.

Neue Konzepte und Teambuilding

Mehrere dieser engagierten Reiseverkäufer und ihre Konzepte stellen wir in der neuen Ausgabe vor. Ulrich Papenheim und Steve Scheler von Merican Reisen in Fulda haben ihr Büro unter der LCC-Luxusmarke „Fyne Travel“ eröffnet. „Wir haben überlegt, wo wir uns und unser Unternehmen in Zukunft sehen und wie wir uns aufstellen müssen, um weiterhin erfolgreich am Markt zu agieren“, erläutert Papenheim. So setzen die Reiseexperten künftig verstärkt auf Reisen mit besonderen Erlebnissen. „Der Verkauf klassischer Pauschalreisen wird künftig noch stärker über Plattformen wie Check 24 oder durch KI erfolgen“, sagt Papenheim, dessen Team voll hinter dem neuen Konzept steht.

Große Stücke auf ihr Team hält auch Bianka Kann. Für die Leiterin des Reisebüros Albatros in Troisdorf steht Teambuilding an erster Stelle. Sie behandelt alle Kollegen auf Augenhöhe und setzt vor allem auf ein faires Gehalt. So zahlt sie beispielsweise ihren Auszubildenden fast doppelt so viel wie im aktuellen Tarifvertrag verankert. Auch die Teilnahme an Fortbildungen und Inforeisen ist für sie selbstverständlich. „Bei mir muss dafür niemand Urlaub nehmen oder zahlen. Reisen und Weiterbildungen sind Teil unseres Jobs – und machen ihn eben so attraktiv.“

Reiseexpertin aus Troisdorf plädiert für faire Gehälter

Die Reiseexpertin aus Troidsorf kann nicht nachvollziehen, dass Azubis und auch Mitarbeiter oftmals nicht besser vergütet werden, wenn es die Umsätze hergeben. „Wir müssen die Mitarbeiter mehr wertschätzen. Dadurch werden sie motiviert. Und der Nachwuchs wird vielleicht animiert, sich wieder für unsere Branche zu interessieren.“ Eine Branche, die für Bianka Kann auch nach vielen Jahren noch immer „die schönste der Welt“ ist.

Neben diesen beiden optimistischen Geschichten finden Sie in der neuen Ausgabe viele weitere News aus der Touristik:

  • Umfrage: Wie läuft das Geschäft mit Luxusreisen?
  • DRV-Wahlen: VUSR-Chefin Marija Linnhoff über ihre Pläne
  • TUI hebt die Gewinnprognose an
  • Schauinsland macht den Sommer 2026 buchbar
  • Emirates Trophy: 200 Reiseprofis bei Stadtrallye in Mainz
  • Bistro Portal: Faktencheck beim Besuch bei Amadeus in Bad Homburg
  • 1A Vista Reisen: Der Flussreisenanbieter plant bereits für 2027
  • Bahia Principe: Mehr Adults-only in Mexiko
  • Airlines: Der Verkauf von Zusatzleistungen an Bord nimmt weiter zu
  • Peru: Mit Vielfalt deutsche Gäste ansprechen
  • Specials: Asien, Luxusreisen

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