Verkehr

SAA streicht München-Strecke

Harte Einschnitte zur Rettung: SAA wird ab Ende Februar viele Strecken einstellen

Harte Einschnitte zur Rettung: SAA wird ab Ende Februar viele Strecken einstellen. Foto: SAA

Im Rahmen der Sanierung der wirtschaftlich angeschlagenen Fluglinie South African Airways (SAA) sind nun harte Einschnitte geplant. Wie die Sonderverwalter der unter Gläubigerschutz stehenden Fluggesellschaft ankündigen, sollen Ende Februar zahlreiche Inlands- und internationale Strecken eingestellt werden – darunter auch die Route München–Johannesburg. 

Demnach werden ab 29. Februar neben der bayerischen Landeshauptstadt auch Ziele wie Hongkong, Sao Paulo und Guangzhou nicht mehr von SAA bedient. Wichtige internationale Verbindungen wie London, New York und Frankfurt sollen aber im Flugplan bleiben. In dieser Woche setzt der Carrier auf der Strecke Frankfurt–Johannesburg erstmals einen neuen Langstrecken-Jet vom Typ Airbus A350 ein.

Auf der Streichliste stehen darüber hinaus Inlandsstrecken etwa nach Durban, East London and Port Elizabeth. Für Kapstadt soll ein reduzierter Service angeboten werden.

Die Airline werde für alle Passagiere eine alternative Lösung anbieten, heißt es von der SAA-Vertretung für Kontinentaleuropa in Frankfurt. Weitere Details sollen baldmöglichst bekannt gemacht werden.

Die laut Sanierer „dringenden Maßnahmen zur Sicherung der Liquidität“ werden auch Folgen für die Beschäftigten haben. Man prüfe Rationalisierungsmaßnahmen in den Tochtergesellschaften und auch den Verkauf einzelner Unternehmensteile, heißt es in der Mitteilung. Zwar wolle SAA „so viele Jobs wie möglich“ erhalten, aber eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl sei notwendig.

Um SAA vor dem Aus zu retten, hatte der südafrikanische Staat Ende Januar einen millionenschweren Notkredit zugesagt (siehe hier). Bis Ende Februar soll ein belastbarer Rettungsplan vorliegen.

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