
Nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Commerzbank scheint TUI endlich am Ziel: Die Bank hat dem Veranstalter zugesichert, dass die Rückvergütung von Reisen an Inhaber der Commerzbank Mastercard zum 28. Februar 2013 eingestellt wird.
Die Praxis des Kreditinstituts war von Reisebüros und Verbänden immer wieder besonders angeprangert worden, da die Commerzbank auch Partner der TUI-Card ist. „Bei dieser Karte war eine Reisepreisrückvergütung noch nie ein Leistungsbestandteil und wird es auch in Zukunft nicht werden“, lässt sich TUI-Vertriebsexperte Michael Knapp in der Mitteilung zitieren.
Nachdem vor allem der DRV, aber auch Initiativen wie die IGFR das Thema über Jahre hinweg kritisch begleiteten, machte zuletzt offensichtlich auch der ASR Druck. Dass die Einstellung der Rückvergütung erst in gut einem halbe Jahr erfolgt, hat laut TUI mit bestehenden Verträgen zu tun. Allerdings verzichte die Commerzbank „bereits seit einem Jahr auf Werbung mit der Rückvergütung“, heißt es in einer aktuellen Vertriebsinfo von TUI.
In Hannover ist man sich sicher, dass die jetzige Entscheidung der Bank – mit der sie sich eindeutig zur TUI Card bekennt – eine langfristige ist. Im Gegensatz zur Situation vor zwei Jahren: Damals war die Rückvergütung schon einmal eingestellt worden. Im Rahmen der Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank wurde das Kreditkartenkonzept der Dresdner übernommen – und damit auch die Rückvergütung wieder eingeführt.
Bei DRV-Vorstand Angelika Hummel, Inhaberin des TUI Reisecenters Freiburg, hat die Entscheidung denn auch für mächtig Erleichterung gesorgt. Der seit drei Jahren andauernde Kampf gegen Rückvergütungen habe damit endlich einen Teilerfolg erzielt. Gelöst sei das Problem allerdings noch lange nicht. „Aber wir bleiben an dem Thema dran“, verspricht die Reisebüro-Inhaberin.




