Globus Award Platz 3: Golfen und Gutes tun

Am liebsten hätte die Globus-Jury alle Bewerbungen in der Kategorie „Soziales Engagement/Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet. Doch in dieser Kategorie wurde lediglich der Erstplatzierte prämiert. In der Globus-Serie präsentieren wir den Drittplatzierten in diesem Bereich. Das Team von Kozica Reisen aus Essen punktete mit einem besonderen Golf Turnier.

Die Plätze sind im Nu vergeben. Die Nachfrage ist riesig. Einmal pro Jahr lädt Philipp Wenglikowski, Inhaber von Kozica Reisen in Essen, zu einem Golfturnier – um Kunden zu binden, neue anzusprechen, vor allem aber um Gutes zu tun.

Philipp Wenglikowski ist selbst passionierter Golfspieler. Durch den Sport hat er sehr viele Kunden gewonnen, denen er mit einem Turnier etwas zurückgeben wollte. 2014 fand der erste „Kozica Reisen Golf Cup“ statt, der sich zu einem der größten und beliebtesten Events des Golfclubs Haus Leythe entwickelt hat. 120 Teilnehmer und viele Gäste zählt das Turnier pro Jahr. Sie spielen nicht nur Golf, sondern unterstützen auch karitative ­Initiativen und Einrichtungen in der Region.

Highlight: „Nearest to the Pin“

Sieben Leute stehen in einer Reihe, lächeln in die Kamera und halten einen Scheck in der Hand. Auf diesem steht 9. Kozica Reisen Golf Cup. 26.200 Euro
Philipp Wenglikowski (Vierter von links) bei der Spendenübergabe. Mit im Bild (von links): Anja Schröder, Katja Vogelsang, Frank Obenlüneschloß, Thorsten Kinhöfer, Björn Bartnick und ­Nadine Kolpatzik. Foto: Kozica Reisen

Ein besonderes Highlight des Turniers ist laut Wenglikowski die Charity-Aktion „Nearest to the Pin“, die es seit drei Jahren gibt. Teilnahmeberechtigt ist, wer eine Mindestspende an die Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Herne leistet. Der Gewinner erhält einen wertvollen Reisepreis, wie der Reiseexperte erläutert. „Allein dadurch sind beim jüngsten Turnier bereits mehr als 3.000 Euro zusammengekommen.“


Das Turnier im vergangenen Juli war das außergewöhnlichste in der Geschichte des Golf-Cups. „Der Hauptpreis, eine Golfreise ins Long Beach Resort Mauritius, ging an den Schirmherrn des Fördervereins. Da er jedoch erst dort gewesen war, verzichtete er. So fasste ich den Entschluss, den Preis spontan zu versteigern“, ­erzählt Philipp Wenglikowski, der das Reisebüro gemeinsam mit seinem Onkel in zweiter Generation führt. Weitere 2.700 Euro seien so zusammengekommen.

Mehr als 26.000 Euro kamen zusammen

Dabei blieb es nicht. „Es entwickelte sich eine unfassbare Dynamik. Gäste spendeten zusätzlich, teils mehrere Tausend Euro.“ Stattliche 23.000 Euro kamen so zusammen, die der Reisebüro-Inhaber und sein Team sowie Freunde weiter aufstockten, sodass bei einem Termin in der Palliativstation 26.200 Euro übergeben werden konnten. „Es war sehr bewegend, zu sehen, wen man mit seinen Spenden unterstützt und mit welch einfachen Mitteln man helfen kann“, sagt Wenglikowski.

Mit dem Event schlug der Reiseprofi mehrere Fliegen mit einer Klappe. Er installierte das Turnier als Kundenbindungs-Tool, positionierte Kozica Reisen als Premiumveranstalter für Golf- und Luxusreisen, bildete eine Community und setzte ein Zeichen für soziales Engagement und regionale Verbundenheit.

Gerade der letzte Punkt ist für Wenglikowski der wichtigste. „Mir geht es gar nicht darum, dass wir viel ­Aufmerksamkeit erregt und mediales Interesse erzeugt haben“, sagt er. „Uns geht es gut, wir stehen im Leben, sind gesund. Deshalb möchten wir Menschen, die Hilfe brauchen, unterstützen.“