Rund 95 Prozent aller Reisebüros gehören heute einer Franchise-Kette oder Kooperation an. Und das aus gutem Grund: Die Organisationen sind nicht nur starke Einkaufsgemeinschaften, sondern unterstützen die Büros auch im Marketing, bei der Technik, im Verkauf und bei vielen anderen Dingen.
Zentralen wichtig für Unternehmer-Erfolg
Die Unterstützung ist gerade in Umbruchzeiten wie diesen für viele Reisebüros essentiell. Denn die Technik muss funktionieren, die Arbeit effizienter werden. Entsprechend steigt der Druck auf die Zentralen. Sie müssten „den unternehmerischen Erfolg jedes einzelnen Reisebüros nachhaltig stärken“, betont etwa Sandra Lücken, Chefin des LCC Reisebüro Berndt in Nordhorn und verweist auf Themen wie „Innovation, starke Einkaufskraft, professionelle Services und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit“.

Freiheit muss erhalten bleiben
Gleichzeitig dürften die Zentralen die unternehmerische Freiheit der Inhaber nicht einschränken, betont Sandra Lücken in einer großen Umfrage von touristik aktuell für das Schwerpunkt-Thema „Reisebüro-Ketten & Kooperationen“ in Ausgabe 13/26. Neben ihr kommen dort 13 weitere Reisebüro-Inhaber verschiedener Ketten und Kooperationen zu Wort. Zum Teil decken sich ihre Erwartungen, zum Teil werden allerdings auch unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.
Das sind die zentralen Themen von Sandra Lücken an die Zentrale von LCC:
- Strategische Führung
- Klare Zukunftsstrategie für den stationären Vertrieb.
- Frühes Erkennen von Markttrends (KI, NDC, Digitalisierung, Fachkräftemangel).
- Konsequente Positionierung der Marke Lufthansa City Center im Premiumsegment.
- Technologie und Digitalisierung
- Stabile und moderne Buchungssysteme.
- Schnelle Einführung neuer Technologien (KI-Tools, Automatisierung, CRM).
- Reduzierung administrativer Arbeiten durch intelligente Prozesse.
- Einheitliche Daten- und Systemlandschaft.
- Einkauf und Erträge
- Wettbewerbsfähige Konditionen.
- Aktive Verhandlungen mit Veranstaltern, Airlines und Leistungsträgern.
- Transparente Ausschüttungen und Erlösmodelle.
- Neue Erlösquellen außerhalb klassischer Provisionen.
- Marketing und Markenführung
- Einheitlicher Markenauftritt.
- Professionelle Kampagnen für Social Media und Online-Marketing.
- Unterstützung bei lokaler Kundengewinnung.
- Hochwertige Werbemittel mit wenig Eigenaufwand.
- Unternehmerische Unterstützung
- Persönliche Betreuung durch Regionalleiter.
- Betriebswirtschaftliche Beratung.
- Unterstützung bei Nachfolge, Expansion oder Filialentwicklung.
- Erfahrungsaustausch innerhalb des Netzwerks.
- Interessenvertretung
- Konsequente Vertretung der Reisebürointeressen gegenüber Veranstaltern, Airlines und Verbänden.
- Klare Positionierung bei politischen und regulatorischen Themen.
- Ein starker Beirat als Sprachrohr der Unternehmer.
- Aus- und Weiterbildung
- Praxisnahe Schulungen.
- Führungskräfteentwicklung.
- Unterstützung bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften.
- Qualifizierung zu neuen Vertriebs- und Beratungsthemen.
- Partnerschaft auf Augenhöhe
- Transparente Kommunikation.
- Schnelle Entscheidungen.
- Einbindung der Franchise-Partner in strategische Entwicklungen.
- Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen.
Was die anderen Reisebüro-Inhaber von ihrer Kooperation erwarten, lesen Sie in ta 13/26 in der Umfrage der Woche auf den Seiten vier und fünf. Weitere Infos zum Thema gibt es im Schwerpunkt „Reisebüro-Ketten & Kooperationen“ der gleichen Ausgabe. Das Heft kann auch als E-Paper gelesen werden.
Einen Überblick über alle Reisebüro-Ketten und -Kooperationen im Land finden Sie im Bereich „Counter-Tipps“ dieser Website.


