Reiseanalyse: Die Deutschen sind in Urlaubslaune

Eltern mit zwei Kindern an einem Sandstrand
Die Deutschen zieht es an den Strand, daran ändert sich auch 2025 nichts. Foto: PeopleImages/istock

Nach den Rekordergebnissen 2024 sind die Deutschen auch in diesem Jahr in Reiselaune: 75 Prozent der Bevölkerung planen, 2025 „sicher zu verreisen“. Bei 42 Prozent steht das Ziel sogar schon fest. Das geht aus der aktuellen Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) hervor, die am Freitag vorgestellt wurde.

Die Studie unter 12.000 befragten Deutschen bestätigt damit, was Reisebüros schon im November wussten: Der Sommerurlaub 2025 steht hoch im Kurs, vor allem die Ziele rund ums Mittelmeer sind bereits gut gebucht, allen voran die Klassiker Türkei, Spanien, Griechenland, Kroatien und Italien. Auf dem aufsteigenden Ast ist aktuell Ägypten.

Ein Drittel der Deutschen noch unentschlossen

Und es kann noch besser werden. Laut FUR-Studie weiß ein Drittel der Deutschen bislang noch nicht, wohin die Reise führen soll – verreisen will dieses Drittel aber auf jeden Fall. Weitere 17 Prozent sind sich bezüglich der Reisepläne noch gänzlich unsicher. Lediglich sieben Prozent der Befragten gaben an, überhaupt nicht verreisen zu wollen oder zu können.

Unverändert im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind die Reiseformen: „Das Ranking der Top-Sieben-Urlaubsformen ist gegenüber Vor-Corona-Zeiten unverändert und entspricht auch dem Ranking der tatsächlichen Nachfrage“, sagt Ulf Sonntag, Leiter der Reiseanalyse und Geschäftsführer des Kieler Instituts New Insights for Tourism (NIT).

Entspannung ist wichtigster Reisegrund

Rund 70 Prozent der Bürger sehnen sich demzufolge nach einem reinen Entspannungsurlaub, etwa 64 Prozent setzen dies mit Urlaub am Strand in Verbindung. Aufwärts geht es darüber hinaus mit Sightseeing-, Wellness-, Gesundheits- und Party-Reisen, während die Nachfrage nach Aktivurlaub laut FUR leicht zurückgeht.

Nur wenige Änderungen gab es 2024 beim Buchungsweg der Deutschen. Allerdings setzen sich die Trends der Vorjahre leicht fort. So sank der Anteil der Buchungen mit „persönlichem Kontakt“ von 37,2 Prozent auf 34,7 Prozent. Die Online-Buchungen legten um drei Punkte auf 54,2 Prozent zu, der E-Mail-Anteil stieg von 13,7 auf 15,2 Prozent.

Hier kommen freilich wiederum Reisebüros und selbstständige Berater hinzu. Bei vielen von ihnen wächst der Anteil an Buchungen, die ohne längere Beratungsgespräche online, per Mail oder Whatsapp eingehen. Verblüffend: 0,4 Prozent der 12.000 befragten Bundesbürger gaben an, ihren Urlaub nach wie vor per Brief oder Fax zu buchen.

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