Der Chef und Inhaber der Reisebürokette „RSO – Service-Insel“, Carsten Seelmeyer, hat einmal mehr den „massiven Preisanstieg in der Touristik“ moniert. Die Branche spüre das mit allen Auswirkungen, blickt Seelmeyer nicht nur in Richtung Türkei.
Reisebüros würden immer öfter feststellen, dass sich besonders junge Familien oft keine klassischen Flugpauschalreisen mehr leisten könnten. Darauf müssten Veranstalter, Hoteliers und Airlines reagieren, fordert der RSO-Chef. Der dramatische Preisanstieg der vergangenen Jahre war auch schon Thema diverser Tagungen, etwa auf dem DRV-Kongress.
„Dramatisch und trügerisch zugleich“ sei, dass „so manche Veranstalter“ ihre schwarzen Zahlen nur durch genau diesen Preisanstieg erreicht hätten. „Die Gästezahlen und die Aufträge stagnieren in vielen Fällen im Vergleich zum Vorjahr“, so Seelmeyer.
„Verbände müssen aktiv werden“
Aus seiner Sicht ist es auch Aufgabe der Branchenverbände, gemeinsam mit den Reisevermittlern gegenüber den Reiseveranstaltern, Agenturen und Hoteliers laut zu werden und zudem eine Provisionssteigerung zu erreichen. Grund dafür sei der steigende Serviceanteil, den die Reisebüros für die Leistungsträger erbringen.
Gerade bei Flugstreichungen, veränderten Flugplänen oder bestimmten „Vorzeichen“ in Hotels erlebe der Vertrieb oft, „dass sich Veranstalter teils aus der direkten Verantwortung ziehen“. Die organisatorischen Zusatzaufwände und die Kommunikation mit Kundinnen und Kunden würden dann häufig bei den Reisebüros landen. Das führe zu „erheblicher und unentgeltlicher Mehrarbeit“, die am Counter bewältigt werden müsse. „Hier wünschen wir uns künftig eine deutliche Unterstützung seitens der Veranstalter“, so Seelmeyer, zu dessen RSO-Kette Reisebüros sowie künftig auch mobile Reiseberater gehören.
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