Um seine rund 450 angeschlossenen Berater in Krisenzeiten zu unterstützen, hat Mobilvertrieb-Spezialist Solamento einen temporären „Storno-Airbag“ gestartet. Umsätze aus Stornierungen ohne anschließende Neubuchung werden bei der Staffelberechnung am Jahresende berücksichtigt, wie Solamento mitteilt. „Es ist bereits belastend genug, wenn Provisionen entfallen. Wenn kein Ersatzumsatz entsteht, gleichen wir diese Effekte zumindest in der Staffelberechnung aus“, erklärt Solamento-Chef Sascha Nitsche.
Der Storno-Airbag gilt ausschließlich im Zusammenhang mit dem aktuellen Kriegsgeschehen und ist bis zum 31. März 2026 befristet.
Parallel dazu wurde der Service optimiert. Berater sollen von einem verbesserten Interactive-Voice-Response-Menü im Telefonsystem profitieren. Durch dieses werden Wartezeiten verkürzt und ein direkter Zugang zu Spezialisten für touristische Themen, für Iata-Linienflügen, zu einem Back-Office-Team für Unterlagen und Abwicklung sowie zu einer eigenständigen Gruppenabteilung ermöglicht.
Gruppengeschäft und Kreuzfahrten als Volumentreiber

Gerade das Gruppengeschäft gewinnt laut Solamento zunehmend an Bedeutung: Allein im vergangenen Jahr seien mehr als 140 Gruppenreisen erfolgreich umgesetzt worden. „Für uns sind das Gruppengeschäft und das Kreuzfahrtgeschäft inzwischen klare Volumentreiber“, erklärt Solamento-Geschäftsführer Udo Lutz.
Auch TLTU, der mobile Vertriebsspezialist von TUI, unterstützt die angeschlossenen Reiseexperten mit Blick auf den Konflikt im Nahen Osten und den spürbaren Buchungsrückgang. Das Unternehmen hatte vor Kurzem angekündigt, die Einstufung bereits erreichter Provisionsstufen einzufrieren. Damit soll verhindert werden, dass Berater durch Stornierungen infolge von Reisewarnungen finanziell benachteiligt werden.
Die Regelung gilt für das gesamte TUI-Sortiment, darunter TUI Tours, Gebeco, Mein Schiff, Hapag-Lloyd Cruises, TUI Cars und Air Cruiser. Stornoumsätze werden weiterhin dem Gesamtumsatz der Partner zugerechnet.


