VUSR: Fokus auf Alternativen zu Flugreisen legen

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Grafik mit einem Fußball und einem Hintergrund in Türkis, der geometrische Linien und die Zahl vier zeigt.

Während der DRV sich einmal mehr für eine weitere Absenkung der Luftverkehrssteuer stark gemacht hat und weitere Entlastungen durch eine Reduzierung der Standortkosten für Airlines und Flughäfen fordert, appelliert der Verband unabhängiger selbstständiger Reiseunternehmen (VUSR) an Reisende, verstärkt alternative Anreisemöglichkeiten in Betracht zu ziehen.

In einer Pressemitteilung macht VUSR-Vorsitzende Marija Linnhoff deutlich, dass sie davon ausgehe, dass Flugreisen langfristig auf einem höheren Preisniveau bleiben werden. Zwar werde es auch künftig Last-Minute-Angebote geben, die Zeiten besonders günstiger Flugreisen in klassische Urlaubsdestinationen seien jedoch weitgehend vorbei.

Ein Modellflugzeug liegt auf einem Taschenrechner, umgeben von Münzen und einer Weltkarte, die verschiedene Länder zeigt.
Der VUSR geht davon aus, dass die Flugkosten weiterhin hoch bleiben. Foto: Sezeryadigar/iStock

Reisebüros als wichtige Berater

Als Beispiele für Alternativen nennt der VUSR Ziele wie Kroatien, den Gardasee, die italienische Adriaküste und spanische Festlandsdestinationen, die auch mit Bahn, Fernbus oder dem eigenen Auto erreichbar seien.

Eine wichtige Rolle komme dabei den Reisebüros zu. Diese könnten verschiedene Reiseformen miteinander vergleichen und Kunden bei der Wahl der passenden Urlaubsreise beraten. „Im Reisebüro wird nicht der Verkehrsträger verkauft, sondern die für den Kunden beste Urlaubslösung gefunden“, sagt Linnhoff.

Wahlfreiheit für Kunden

Zugleich spricht sich der Verband für eine stärkere politische Unterstützung alternativer Mobilitätsformen aus. Die aktuelle Diskussion über Entlastungen bei staatlichen Abgaben auf Flugtickets begrüße man zwar grundsätzlich. Nach Einschätzung des VUSR würden geringere Abgaben allein jedoch nicht zu deutlich günstigeren Reisepreisen führen. „Wenn ein Flugticket durch politische Entscheidungen um wenige Euro günstiger wird, entsteht dadurch noch keine neue Reisewelt. Zu behaupten, Reisen würden dadurch spürbar billiger, greift zu kurz“, sagt Linnhoff.

Stattdessen fordert der Verband eine Tourismus- und Mobilitätspolitik, die alle Verkehrsmittel gleichermaßen berücksichtigt und Reisenden größtmögliche Wahlfreiheit ermöglicht. Flugzeug, Bahn, Fernbus und Individualverkehr seien keine Gegensätze, sondern ergänzten sich. „Entscheidend ist, dass Verbraucher umfassend informiert werden und im Reisebüro die Beratung erhalten, die zu ihren persönlichen Bedürfnissen und ihrem Budget passt. Nur so schaffen wir echte Wahlfreiheit für Reisende und stärken gleichzeitig den Outgoing-Tourismus.“