Unterwasser-Idylle und Dschungel-Touren

Kleine tropische Insel mit weißem Sandstrand, türkisfarbenem Wasser und üppiger grüner Vegetation, ein Strandpavillon am Ufer
Die Tunku Islands bieten Idylle pur. Foto: Sabah Tourism Board
Schmale Holz-Hängebrücke mit Metallgeländern führt durch dichten, grünen Regenwald, gestützt von roten Stahlseilen
Hängebrücken gehören in Sabah zu einer Urwaldtour dazu wie Makaken, Krokodile und Warane. Foto: Geoplan

Pulau Sapis beliebteste Fotomotive sind mit Vorsicht zu genießen. Jeden Mittag kriechen die bis zu zwei Meter großen Warane langsam und nahezu lautlos aus dem dichten Gestrüpp der Inselmitte zum Grill-­restaurant, dessen Angestellte die Tiere regelmäßig mit den Essensresten füttern. Schaudernd lassen sich die Besucher mit den nervös züngelnden Echsen ablichten, bevor sie später wieder zu Spießchen und Seafood zurückkehren oder noch eine Runde um die Insel schnorcheln.

Ein Nationalpark wie im Bilderbuch

Dass die Warane so beliebt sind, liegt nicht nur an ihrer beeindruckenden Größe – sie sind auch das einzige Detail, das nicht ins perfekte Bild vom Tropenparadies passt. Pulau Sapi, die Heimat der Warane, ist nur eine von den fünf
Inseln direkt vor Sabahs Hauptstadt Kota Kinabalu, die zusammen den Tunku Abdul Rahman Nationalpark bilden: 50 Quadratkilometer tropische ­Vegetation, weiße Strände, Mangrovenhaine und viel grün-blaues Meer drumherum.

Marine Tropen für Anfänger: Rotfeuerfische und Clownfische schwimmen dem Touristen hier genauso vor die Brille wie Barrakudas oder Schmetterlingsfische. Mit ein wenig Glück lohnt sich auch der Blick aus dem Wasser. Neben völlig furchtlosen Makaken turnen auch Nashornvögel durchs Geäst der Bäume, ja sogar Seeadler sind keine seltenen Gäste.

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Mit dieser Idylle ist der Tunku Abdul Rahman Nationalpark typisch für Sabah: Weiße Strände, blaues Meer und jede Menge Dschungel machen sie aus – wie im Klias Wetlands Reserve rund 120 Kilometer von Sabahs Hauptstadt Kota ­Kinabalu entfernt. Einsamer kann man kaum unterwegs sein.

Makaken und Krokodile

Zwei Stunden lang tuckert das Boot leise durch die Mangrovenwälder, durch kleine Kanäle und Flüsschen, vorbei an brüchigen Holzhäusern auf Stelzen, einer verlassenen Mini-Moschee aus Holz, verfallenen Stegen und einer Holztreppe ins Nichts. Auch Tiere sieht man unterwegs, ­allen voran Warane, Krokodile, Makaken, hier und da auch eine Herde Wasserbüffel.

Die wahre Attraktion der Klias Wetlands taucht jedoch erst eine halbe Stunde später auf: Es 
raschelt in den Bäumen, ein langer Schwanz baumelt aus dem Geäst – und dann streckt der erste Nasenaffe unübersehbar seine Nase aus dem Gebüsch.

Genau die Nase der männlichen Affen ist es, die nicht nur Touristen verzückt, sondern auch die weiblichen Vertreter der Spezies: Je größer das birnenförmige Organ, desto besser sind die Chancen des Besitzers beim weiblichen Geschlecht. Nur in Borneo leben diese sympathischen Tiere, allerdings sind sie mittlerweile vom Aussterben bedroht. Rund 8.000 Tiere gibt es noch, um die 600 davon leben im Klias Wetlands Reserve.

Ab in den Dschungel

Geradezu sträflich wäre es allerdings, nach ­Sabah zu fliegen, ohne den Kinabatangan River erlebt zu haben. Ab Sandakan im Osten der Provinz geht es nach Sukau und dann per Boot ab in den Dschungel. Über den Sungai Kinabatangan, Sabahs längsten Fluss, führt die Tour
direkt in den Dschungel: Am Ufer tummeln sich Nasenaffen, Orang-Utans, Nashornvögel und manchmal sogar Elefanten.

Noch ein wenig weiter südlich, gut 80 Kilometer von Lahad Datu entfernt, liegt das Danum Valley Conservation Area. Rund 1.300 Pflanzenarten, 125 Säugetierarten, fast 300 Vogelarten und bis zu 70 Reptilienarten soll es hier geben.

Doch nicht einmal die Biologen vor Ort können so ganz genau sagen, welche Überraschungen das Reservat darüber hinaus noch birgt: Erst vor wenigen Jahren lief ihnen eine bis dato unbekannte Großkatze in die Fotofalle. Touristen werden diese Rarität ­allerdings eher nicht zu Gesicht bekommen.

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