Von Tyrannen, Tavernen und süßen Trauben

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Ein Fußball schwebt über einem grünen Spielfeld mit einer großen, stilisierten Zahl zwei im Hintergrund.
Limonionas: In der idyllischen Bucht finden nicht nur Wanderer Abkühlung.
Der Heratempel in Heraion. Fotos: aze

Wunderbar wanderbar zeigt sich der Südwesten der Insel, wo gleich hinter der Küste das Kerkis-Massiv ansteigt. Eine der schönsten Wanderungen beginnt in Drakei, dem westlichsten Dorf der Insel. Hier endet die Küstenstraße, und nur ein schmaler Pfad führt die Steilküste entlang bis hinunter zu den einsamen Buchten „Großer Teufel“ und „Kleiner Teufel“. Bei 30 Grad im Schatten tun es aber auch schöne Spaziergänge: durch das tropisch anmutende Nachtigallental oder in ein nicht weniger üppiges Tal bei Potami, an dessen Ende ein Wasserfall rauscht.

Zeugen aus antiker Zeit dagegen sind auf Samos eher spärlich – zu oft wurde das einst blühende Reich überfallen, geplündert und zerstört. Und doch lohnt es, den Spuren des Polykrates zu folgen, der sich um 538 vor Christus zum Herrscher von Samos machte und eine größenwahnsinnige Bautätigkeit entfaltete. Der Heratempel sollte nach seinem Willen zum größten Bauwerk aller Zeiten werden. Heute steht nur noch eine einzige der monumentalen Säulen, und ein Gewirr von Fundamenten und kopflose Statuen fordern vom Besucher viel Vorstellungskraft.

Rund um das Bergdorf Vourliotes an der Nordküste ziehen sich Weinterrassen wie das Halbrund eines griechischen Theaters die steilen Hänge hoch, Zypressen setzen ernste Akzente in die heitere Landschaft. Vourliotes liegt im Zentrum des Weinanbaus. Der süße, schwere Muskatwein wird nur noch in geringen Mengen angebaut. Herrlich mundet der spritzige Samaina-Wein, weiß oder rosé, der gut gekühlt in den Weindörfern probiert werden kann.

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Eine lächelnde Flugbegleiterin in roter Uniform steht vor einem Freebird-Logo und präsentiert ein Buchungsangebot für Flüge.

Fast überall locken auf den Dorfplätzen Tavernen im Schatten alter Bäume zur Rast. Wunderschön ist auch die aussichtsreiche Strecke zum Berg Ampelos, den die schneeweiße Kapelle des Propheten Ilias krönt. Hier liegt Samos zu Füßen. Kokkari und die tiefe Bucht von Samos-Stadt scheinen ganz nah, fern im Dunst verschwimmen die Berge des türkischen Festlandes.

Und wenn man noch einmal im „End of the World“ einkehrt, garniert Andreas ja vielleicht den köstlichen Fisch mit gegrilltem Gemüse wieder mit Geschichten von seinem Garten Eden in der Ägäis, von dem es in der Antike hieß: Auf Samos geben selbst die Hühner Milch.