G Adventures: Schub durch neue Produktlinien

Trotz des Ausfalls einiger Zielgebiete speziell im Nahen Osten und der Golfregion sieht der kanadische Rundreisespezialist G Adventures einem starken Reisejahr 2026 entgegen. Die Buchungszahlen seien insgesamt gut und würden zusätzlich durch neue Produktlinien gepusht, so Gründer und Geschäftsführer Bruce Poon Tip.

In einem Kunsthandwerksladen in Agra sitzen mehrere Menschen an einem Tisch und nehmen an einem kreativen Workshop teil, während sie auf Papier zeichnen. Im Hintergrund sind bunte indische Kleidungsstücke, Accessoires und Souvenirs ausgestellt. Das Bild vermittelt eine lebendige Atmosphäre von Handwerkskunst, Kreativität und Kultur in Agra
Stark im Gemeindetourismus: Frauen-Projekt von G Adventures im indischen Agra. Foto: mg

Zu ihnen gehören unter anderem das mit National Geographic gestartete Label „Signature“ für Reisen im Highend-Bereich, aber auch die Labels „National Geographic Signature with G Adventures“, „Soloish“ und „Geluxe“. Insgesamt bietet G Adventures zwölf verschiedene Reiseformen an, die Zahl der Tourenangebote stieg allein in den vergangenen Jahren um 300 Reisen. „Und 2026 wird das Angebot ähnlich wachsen“, so der Firmenchef.

Starker Start ins Reisejahr

Getrieben werde das Geschäft vor allem durch eine starke Nachfrage in den USA, aber auch Europa und speziell Deutschland legen aktuell deutlich zu. „Allein der Februar lag bei den Buchungseingängen weltweit mit 24 Prozent im Plus“, berichtete der Firmenchef in Berlin. Seitdem dürfte es durch den Iran-Krieg einen kleinen Dämpfer gegeben haben – Sorgen macht sich Bruce Poon Tip deshalb aber nicht: „Den Ausfall einiger Zielgebiete durch den Iran-Krieg kompensieren wir durch Zuwächse in anderen Zielgebieten.“

Im deutschen Markt investiert G Adventures aktuell vor allem in den Vertrieb. Das Sales-Team wurde mit Carolin Weiler, Davide Randazzo, Lucas Stephan und Steven Harrison bereits auf vier Personen aufgestockt, eine neue Deutschland- und Europa-Chefin soll in Kürze starten. Die Stelle ist seit dem Weggang von Jeanette Buller Ende 2025 vakant. Buller ist inzwischen für Hauser Exkursionen tätig.