Die Situation auf Kuba aufgrund der von den USA verhängten Sanktionen und der aus den fehlenden Öllieferungen aus Venezuela und Mexiko resultierenden Treibstoffengpässe spitzt sich noch weiter zu. Da auch die Versorgung und der Transport der Touristen nicht mehr komplett gewährleistet werden kann, rät das Auswärtige Amt derzeit von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab.

Konsequenzen der Veranstalter
Nun ziehen auch die deutschen Veranstalter die Konsequenzen. Dertour bietet allen Pauschalreisegästen eine kostenfreie Umbuchung für die Reisen bis sogar einschließlich der Sommersaison an. Für Abreisen bis zum 31. März 2026 sind auch kostenlose Stornierungen möglich. Dertour bittet Kuba-Kunden außerdem, ihre Reiseabsichten vor dem Hintergrund der aktuellen Situation sorgfältig zu überdenken.
Dertour berichtet desweiteren, dass man das Kuba-Angebot in den vergangenen Wochen bereits deutlich reduziert und nur noch Hotels angeboten habe, die über ausreichende Notstrom- oder Treibstoffreserven verfügen.
Branchenprimus TUI sagt konsequent alle Abreisen bis einschließlich 30. April 2026 nach Kuba ab, da man die „Durchführung der touristischen Leistungen nicht mehr gewährleisten“ könne. Für den Sommer hatte TUI Kuba, wie von touristik aktuell bereits berichtet, sowieso schon aus dem Programm genommen.
Cubana setzt Flüge auch aus
Vor dem Hintergrund der Treibstoffknappheit sagt nun auch die staatliche Airline Cubana alle Flüge bis mindestens 8. März ab. Cubana ist seit Dezember zweimal pro Woche von Frankfurt am Main nach Kuba geflogen. Gebuchte Passagiere haben Anspruch auf Änderung des Reisedatums ohne zusätzliche Kosten oder Rückerstattung des Tickets, heißt es vom deutschen GSA Friends Touristik Marketing in Frankfurt.
Bereits am Montag hatte Air Canada die Reißleine gezogen: Die Fluggesellschaft aus dem wichtigsten Quellmarkt Kanada holt nur noch Urlauber aus Kuba zurück. Air France und Air Europa fliegen Havanna derzeit noch an, stoppen aber auf dem Rückweg in der Dominikanischen Republik.


