Provisionen: Alltours wertet kleinere Büros auf

Ein großer, roter Schriftzug mit dem Firmennamen alltours steht auf einem Grünstreifen vor einem modernen Bürogebäude mit Glasfront und gepflastertem Weg.
Alltours-Zentrale in Düsseldorf: Der Veranstalter kommt kleinen Reisebüros entgegen. Foto: Alltours

Im Provisionsmodell für das Touristikjahr 2026/2027 (Reisen ab 1. November) kommt Alltours kleinen und mittelgroßen Reisebüros entgegen. Für größere ändert sich nichts.

Wenn das kein Einstieg nach Maß ist: Vor gut einem Monat präsentierte Uwe Mohr noch das unveränderte Provisionsmodell von Aida Cruises für das Touristikjahr 2026/2027, heute folgte in seiner neuen Position als Geschäftsführer Vertrieb bei Alltours das Vergütungsmodell von Deutschlands viertgrößtem Reiseveranstalter.

Und auch für Alltours gibt er positive Nachrichten in den Vertrieb: „Das Provisionsmodell verbessert sich“, so Mohr.  

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Ein blauer Hintergrund mit weißem Text, der einen Zeitraum vom 7. bis 18. September, Angebote für Kinder und Stornierungen sowie einen Button enthält.

Zehn Prozent ab der ersten Buchung

Das gilt sowohl für kleine Büros als auch für mittelgroße. Denn die Einstiegsprovision liegt ab 1. November bei zehn Prozent – und im Staffelmodel gibt es neue Stufen, mit denen das nächsthöhere Level schneller erreicht werden kann: Ab 80.000 Euro gibt es 10,2 Prozent Provision, ab 120.000 Euro 10,5 Prozent.

Ausgezahlt wird diese Zusatzvergütung mit der Staffelabrechnung am Ende des Jahres – und wird Hunderten von Reisebüros zugutekommen. „In diesem Segment spielt die Musik“, betont Uwe Mohr. Ihm zufolge kommt rund die Hälfte aller Alltours-Agenturen auf einen Umsatz zwischen 50.000 und 150.000 Euro.

Das ist mehr als nur eine Feinjustierung, sondern ein Bekenntnis: Wir wollen mit allen Reisebüro arbeiten und wachsen.

Uwe Mohr, Geschäftsführer Vertrieb Alltours

Hotel-Bonus: Schwelle sinkt

Darüber hinaus wird der 0,5-Prozent-Bonus für Allsun Hotels und Alltoura Club Hotels bereits ab 80.000 Euro Jahresumsatz gezahlt, aktuell liegt diese Hürde bei 150.000 Euro. Die ist für viele Büro ein wichtiger Schritt. Denn laut Alltours-Chef Willi Verhuven bucht inzwischen jeder fünfte Gast eines der 35 Allsun-Hotels. Und die Zahl der Alltoura-Clubs ist zuletzt deutlich gestiegen. Aktuell sind 14 Anlagen im Portfolio.

In den höheren Umsatzstufen ab 150.000 Euro (elf Prozent) bleibt das Provisionsmodell laut Uwe Mohr unverändert. Das bedeutet auch: Die Höchstprovision von 13 Prozent (12,5 in der Staffel plus 0,5 Hotel-Bonus) gibt es weiterhin ab einer Million Euro Umsatz. Auf dieses Level kommen laut Alltours über 30 Partneragenturen.

Vor allem kleinere Büros im Blick

Ein Mann mittleren Alters mit kurzem, dunklem Haar und freundlichem Lächeln trägt ein weißes Hemd und ein blaues Sakko vor einer unscharfen Außenkulisse.
Uwe Mohr präsentierte innerhalb von fünf Wochen zwei Provisionsmodelle: erst Aida, jetzt Alltours. Foto: Alltours

Für Uwe Mohr ist die Grundsatzentscheidung von Alltours, vor allem in kleine und mittelgroße Büros zu investieren, der perfekte Start bei dem Düsseldorfer Veranstalter. „Der Reisebüro-Erfolg ist uns extrem wichtig“, betont der Manager. Das neue Modell sei im Vergleich zur aktuellen Vergütung im Touristikjahr 2025/2026 „mehr als nur eine Feinjustierung, sondern ein klares Bekenntnis“.

Alltours wolle den stationären Vertrieb „weiter stärken“ und den Partnern „noch bessere Chancen auf attraktive Verdienstmöglichkeiten bieten“, so Mohr. Im Blick hat der neue Vertriebschef von Alltours dabei nicht nur den Reisebüro-Vertrieb anderer Veranstalter, sondern auch einen weiterhin hohen Reisebüro-Anteil im Vergleich zum Online-Vertrieb.

Umsätze aller drei Marken relevant

Provisionsrelevante Umsätze umfassen klassische und dynamische Flugpauschalreisen von Alltours (alle Pakete mit Rail & Fly) und Byebye (ohne Rail & Fly) sowie der gerade erst eingeführten Veranstaltermarke A&B Kurzfristreisen. Die neue Marke ergänzt das Portfolio und soll Reisebüros zusätzliche Umsatzchancen bieten.

Darüber hinaus zählen auch Individualreisen, Nur-Hotel-Buchungen, Versicherungen und Umbuchungsgebühren zu den provisionsrelevanten Umsätzen. Nur-Flug-Buchungen fließen weiterhin in die Berechnung der Staffelstufen ein.

Plus-Programm wird aufgewertet

Neben den verbesserten Provisionen unterstützt Alltours Reisebüros mit umfangreichen Vertriebsleistungen wie Print-Katalogen und Werbemitteln. Das im Geschäftsjahr 2025/26 eingeführte Partnerprogramm Alltours Plus wird auch im kommenden Geschäftsjahr fortgeführt und verbessert.

Neu ist, dass der Premium-Status bereits ab einem Jahresumsatz von 120.000 Euro statt bisher 180.000 erreicht wird. Das soll für viele Büros auch ein Anreiz sein, in den verbleibenden zehn Wochen des laufenden Touristikjahres diese Hürde zu knacken.

Das Programm bietet je nach Status zusätzliche Vertriebsleistungen, Schulungsangebote, Marketing-Unterstützung und Expi-Ermäßigungen.