Siglinde Fischer stellt Insolvenzantrag

Das Touristikunternehmen Siglinde Fischer – Charming Places mit der Firmierung Signatours Germany GmbH hat beim Amtsgericht Ravensburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Vermittler von ausgewählten Hotels, Villen und Apartments im Mittelmeerraum sah nach einem „bodenlosen Einbruch des Geschäfts“ infolge der Corona-Krise keinen anderen Weg, wie Geschäftsführerin Anja Fischer erklärt.

„Die katastrophale gegenwärtige Situation der gesamten Reisebranche, wie die ebenso schlechten Prognosen für das Reisejahr 2020 und vermutlich auch für 2021 lassen uns leider keine andere Wahl. Der Kapitalbedarf wäre immens, um diese Zeit zu überstehen und damit die Gefahr der Überschuldung, das kann ich nicht verantworten.“

Seit den letzten Wochen und den Verlautbarungen der Politik im In- und Ausland sei klar, so Fischer, dass es keine Hoffnung gebe auf eine absehbare Erholung der Branche. Nahezu niemand buche Urlaub, zugleich wollten Kunden oft bis weit in den Herbst hinein bestehende Buchungen am liebsten kostenlos stornieren. „So ist eine Erholung von der Krise weder 2020 realistisch, noch kann irgendjemand für 2021 vorhersehen, wie es weitergeht. Wir sind hier sehr skeptisch.”

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Noch zu Jahresbeginn habe man ein Plus von 60 Prozent verbuchen können, berichtet die Geschäftsführerin, fünf Millionen Euro Umsatz waren für 2020 geplant. Nun endet die 35-jährige Firmengeschichte abrupt. Das Unternehmen beschäftigte zu Jahresbeginn elf Mitarbeiter.

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