TUI hält Vertriebskonditionen stabil

Im vergangenen Jahr hatte TUI-Vertriebsdirektorin Ilka Lauenroth die Vertriebskonditionen für das Jahr 2025/2026 auf den Kopf gestellt. Für das Geschäftsjahr 2026/2027 bleiben die Konditionen jedoch unverändert. Laut Lauenroth soll das Modell auch künftig und insbesondere „in einem anspruchsvollen Marktumfeld“ vor allem eines bieten: Planungssicherheit.

Die Entscheidung dürfte in vielen Reisebüros auf positive Resonanz stoßen. Schließlich hatte TUI im Vorjahr die Einstiegshürde für eine Provision von zehn Prozent deutlich gesenkt. Statt eines Gesamtumsatzes von 150.000 Euro reichen seitdem bereits 80.000 Euro aus. Zudem werden Stornoumsätze auf den Gesamtumsatz angerechnet. Das vereinfachte Modell mit nur noch zwölf statt zuvor 21 Umsatzstufen war von vielen Vertriebspartnern als Schritt hin zu mehr Transparenz und Planbarkeit begrüßt worden.

Auch weiterhin gelten folgende Stufen:

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Eine Flugbegleiterin in Uniform steht in einem Flugzeug und formt mit ihren Händen ein Herz. Der Innenraum des Flugzeugs ist gut sichtbar.
  • 7,5 Prozent bis 80.000 Euro Umsatz
  • 10 Prozent ab 80.000 Euro
  • 10,2 Prozent ab 200.000 Euro
  • 10,4 Prozent ab 300.000 Euro
  • 10,6 Prozent ab 400.000 Euro
  • 10,9 Prozent ab 500.000 Euro
  • 11,2 Prozent ab 600.000 Euro
  • 11,5 Prozent ab 750.000 Euro
  • 11,75 Prozent ab 850.000 Euro
  • 12 Prozent ab 1 Million Euro
  • 12,25 Prozent ab 1,25 Millionen Euro
  • 12,5 Prozent ab 1,5 Millionen Euro

„Die neue verbesserte ‚Einfachheit‘ des Modells 2025/2026 wurde von vielen Reisebüros sehr wertgeschätzt“, sagt TUI-Vertriebs- und Franchise-Chefin Ilka Lauenroth. Daher werde unter dem Motto „Mit Sicherheit verlässlich“ das bewährte Erfolgsmodell fortgeführt.

Auch im kommenden Jahr bleibt die Einstiegsprovision von zehn Prozent ab 80.000 Euro TUI-Gesamtumsatz bestehen. Zusätzliche Ertragschancen ergeben sich weiterhin über die „TUI Extra Stars“, die bei ausgewählten Hotels bis zu zwei Prozent Zusatzprovision ermöglichen.

Eine Person mit lockigem Haar sitzt neben einem großen roten Buchstaben 'U' auf einer Holzbank in einem modernen Innenraum.
TUI-Vertriebsdirektorin Ilka Lauenroth hatte im vergangenen Jahr das Provisionsmodell auf den Kopf gestellt. Im neuen Jahr bleibt es unverändert. Foto: TUI

Lauenroth: Planungssicherheit in anspruchsvollem Marktumfeld

Neben der Planungssicherheit soll das Modell die Leistungen eines „starken und modernen Vertriebs“ honorieren. Das Provisionsmodell schaffe dafür laut der TUI-Vertriebsdirektorin die „besten Voraussetzungen“. Das Modell sei fair, transparent und biete „echte“ Chancen auf mehr Ertrag.

Neben den Provisionskonditionen verweist Lauenroth zudem auf weitere Unterstützungsleistungen für den stationären Vertrieb. Dazu zählt sie unter anderem „die stärkste Außendienstmannschaft im Markt“ – gut zwei Dutzend Experten kümmern sich um die Belange der Vertriebspartner – , Schulungen und Seminarreisen, digitale Serviceangebote, Krisenkommunikation sowie das Kundenbindungsprogramm My TUI.

Für Franchise-Partner gelten laut Lauenroth zudem weiterhin zusätzliche Verdienstmöglichkeiten. Sie können in der Spitze 16 Prozent erreichen – durch eine Omnichannel-Komponente sowie ein Sortimentanteils-Incentive. Die Konditionen für das Geschäftsjahr 2026/2027 können im TUI Newsnet abgerufen werden.

Trotz der großen aktuellen Herausforderungen für den Reisevertrieb und einer Buchungszurückhaltung blickt Lauenroth optimistisch auf das aktuelle Geschäftsjahr: „Wir sehen weiterhin eine hohe Reiselust und damit große Chancen auf kurzfristige Buchungen“, sagt sie. Ihr zufolge fallen Entscheidungen in diesem Jahr kurzfristiger und der Wunsch nach Flexibilität wachse. So werde vor allem Sicherheit zum entscheidenden Argument im Verkaufsgespräch. „Genau hier haben Reisebüros starke Trümpfe in der Hand: Sicherheit durch die Pauschalreise, Flexibilität durch unsere Flex-Tarife und attraktive Kaufanreize durch starke Preisaktionen. Persönliche Beratung, Verlässlichkeit und Nähe zu den Kundinnen und Kunden schaffen Vertrauen – und das ist auch im Last-Minute-Geschäft ein entscheidender Vorteil“.