TUI senkt Gewinnprognose für 2026

Die anhaltenden Auseinandersetzungen im Nahen Osten überschatten die Aussichten des Reiseveranstalters TUI, so dass dieser seine Gewinnprognose für 2026 gesenkt hat. Der Iran-Krieg führe zu einer erhöhten Zurückhaltung der Kunden und kurzfristigeren Buchungen, heißt es in einer Pressemitteilung des Konzerns.

Modernes Bürogebäude der TUI Deutschland GmbH mit weißer Fassade und vielen Fenstern. Im Vordergrund steht ein Wegweiser mit TUI-Logo sowie Hinweisen zu Haupteingang, Warenannahme und Parkhaus, umgeben von Grünanlagen und Bäumen.
Die Belastungen des Iran-Kriegs schlagen bei TUI allein im März mit 40 Millionen Euro zu Buche. Foto: TUI

TUI rudert deshalb in den Prognosen für das noch bis Ende September laufende Geschäftsjahr zurück. Gerechnet wird zu konstanten Wechselkursen nun mit einem operativen Ergebnis (bereinigtes Ebit) in der Bandbreite von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Konzern noch ein Plus von sieben bis zehn Prozent im Vergleich zu den 1,41 Milliarden aus dem Vorjahr in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose setzte TUI aus, „bis sich die Rahmenbedingungen stabilisieren.“

Sommer mit sieben Prozent im Minus

Als Folge des Kriegs liegt der gebuchte Umsatz im Segment Märkte und Airline für den Sommer derzeit um sieben Prozent unter dem Vorjahreswert, während sich die gebuchte Hotelauslastung für das zweite Halbjahr auf minus sieben Prozent unter Vorjahr abgeschwächt hat. Die Entwicklung sei im Wesentlichen auf seit Ausbruch des Iran-Kriegs rückläufige Buchungen für die Türkei, Zypern und Ägypten sowie auf die Nachwirkungen des Hurrikans in der Karibik zurückzuführen.

Allein im März belief sich die Belastung durch den Konflikt auf rund 40 Millionen Euro. Darin enthalten sind Rückholaktionen und Beeinträchtigungen des Betriebs. TUI brachte rund 10.000 Gäste und 1.500 Crew-Mitglieder aus der Region zurück. Die Mein Schiff 4 und die Mein Schiff 5 mussten ihre Reisen bis Mitte Mai absagen. Seit dem 19. April konnten beide Schiffe den Persischen Golf verlassen und sollen ab Mitte Mai im Mittelmeer in die Sommersaison starten. Für die übrige Flotte von TUI Cruises und Marella Cruises bleibt das Buchungsumfeld laut Unternehmen dagegen weiterhin stark.

Trotz des volatilen geopolitischen Umfelds sieht sich TUI weiterhin gut positioniert. Die starke Finanzposition und die robuste Bilanz des Konzerns schafften die erforderliche Flexibilität, um auf das aktuelle Marktumfeld reagieren zu können und die strategische Transformation fortzusetzen, heißt es. Die Prognoseanpassung basiere auf dem aktuellen Buchungsumfeld und gehe von stabilen geopolitischen Rahmenbedingungen sowie gesicherter Treibstoffversorgung aus. Der Vorstand beobachte weiterhin die Entwicklungen und deren potenzielle Auswirkungen.

TUI will ein weiteres Update bei der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse für das zweite Quartal des ersten Halbjahres am 13. Mai geben.