Update 13 Uhr
Neben Lufthansa beteiligt sich auch Condor an der staatlichen Rückholaktion von Urlaubern aus der Golfregion. Condor-Chef Peter Gerber kündigte auf der ITB an, dass am Donnerstag und am Freitag im Auftrag des Auswärtigen Amts zwei Sonderflüge nach Maskat im Oman starten sollen, wie unter anderem das Portal Reise vor 9 berichtet.

Sonderflüge für Dertour und Schauinsland
„Es ist jetzt unsere Pflicht, dass die ganze Branche eng zusammenarbeitet, um unsere Kunden nach Hause zu bringen“, so Gerber. Gemeinsam mit Dertour plant Condor zudem einen weiteren Sonderflug zu den Malediven, um dort festsitzende Urlauber zurückzubringen. Schauinsland-Reisen fliegt derweil Gäste mit Discover Airlines am Donnerstag aus Sri Lanka und von den Malediven sowie am Freitag von Mauritius zurück.
Zugleich hat der Ferienflieger mit Blick auf die „anhaltenden Unsicherheiten und der dynamischen Lage vor Ort“ entschieden, die Flüge von und nach Dubai bis einschließlich Ende März auszusetzen und damit Saison damit vorzeitig zu beenden. „Diese Entscheidung wurde mit großer Sorgfalt getroffen. Angesichts der derzeit schwer vorhersehbaren Entwicklungen hat die Sicherheit unserer Gäste und Crews oberste Priorität“, heißt es auf der Condor-Website. Kunden, die bereits Tickets für Dubai-Flüge gebucht haben, werden direkt informiert und erhalten bei Stornierung ihr Geld zurück.
Passagiere, die Flüge von und nach Beirut oder Sulaymaniyah mit Abflug bis einschließlich 28. März 2026 gebucht haben, bietet Condor die Möglichkeit, ihr Flugticket gebührenfrei auf alternative Ziele im Streckennetz umzubuchen.
Lufthansa-Maschine aus Oman gelandet
Derweil ist am Donnerstagmorgen der erste Evakuierungsflug von Lufthansa in Frankfurt gelandet. Die Airbus-Maschine vom Typ A340-300 war in der Nacht in Omans Hauptstadt Maskat gestartet und hatte ausgewählte Passagiere an Bord. Wie Außenminister Johann Wadephul bereits im Vorfeld ankündigte, sollten vor allem verwundbare Gruppen wie Schwangere, Kranke und Kinder ausgeflogen werden. In Golfstaaten wie Dubai gestrandete Reisende mussten zuvor über den Landweg in Bussen nach Maskat gebracht werden.
Emirates nimmt wieder Linienflüge auf
Auch Emirates nimmt nach ersten Sonderflügen in den Vortagen wieder einen eingeschränkten Liniendienst auf. Nachdem eine teilweise Wiederöffnung des regionalen Luftraums eine sichere Durchführung kommerzieller Flüge ermögliche, seien für den heutigen Mittwoch und morgigen Donnerstag mehr als 100 Passagier- und Frachtflüge von und nach Dubai geplant, heißt es in einem aktualisierten Statement der Airline. Abhängig von der Verfügbarkeit des Luftraums und der Erfüllung aller operativen Anforderungen werde der Flugbetrieb schrittweise ausgeweitet.
Der Golf-Carrier bittet Passagiere weiterhin, nur dann zum Flughafen anzureisen, wenn sie über eine bestätigte Buchung verfügen. Alle betroffenen Kunden sollten sich auf der Website sowie auf den offiziellen Social-Media-Kanälen informieren.
Updates von Etihad und Qatar Airways
Bei Etihad Airways bleiben die Linienflüge von und nach Abu Dhabi bis zum 6. März um 6 Uhr (Ortszeit) ausgesetzt. Betroffene Passagiere für Flüge bis einschließlich 10. März haben die Möglichkeit, ihr Ticket von der Airline erstattet zu bekommen. Katars nationale Fluglinie Qatar Airways führt ab dem heutigen Donnerstag „eine begrenzte Zahl“ von Sonderflügen von Oman und Saudi-Arabien durch, um gestrandete Reisende zurückzufliegen, unter anderem geht es von Maskat nach Berlin und Riad nach Frankfurt.


