Regierung will Deutsche ausfliegen – Airlines nehmen einige Flüge wieder auf

Update 17.15 Uhr

Die Bundesregierung hat angekündigt, „vulnerable Personen“ aus dem Krisengebiet zurückholen zu wollen. Foto: Cineberg/iStock

Die Bundesregierung bereitet nach Angaben von verschiedenen Medien nun doch die Rückholung gestrandeter Deutscher aus der Krisenregion am Golf vor. Vor allem „vulnerable Personen“ wie Kinder, Kranke und Schwangere sollen bei der Rückholung vorrangig berücksichtigt werden, heißt es.

Die Charter-Maschinen sollen nach Muscat in Oman und nach Riad in Saudi-Arabien geschickt werden, gab Außenminister Johann Wadephul in Berlin bekannt. Dort seien Lufträume noch geöffnet. Sicherheit gehe bei der Entsendung vor.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr habe signalisiert, dass die Airline grundsätzlich über Kapazitäten verfüge. Neben Lufthansa sei man auch mit TUI und dem Deutschen Reiseverband (DRV) in Kontakt, so Wadephul.

Die Bundesregierung könne auch Privatmaschinen chartern und erst als letztes Mittel auf Flugzeuge der Bundeswehr zurückgreifen. Details müssten noch geklärt werden. Offen sei auch, wie viele Menschen zu den jeweiligen Orten kommen könnten, von denen sie noch ausgeflogen werden könnten.  

Dubai/Abu Dhabi: Erste Flüge heben wieder ab

Derweil haben die beiden Golf-Carrier Emirates und Etihad Medienberichten zufolge teilweise ihren Betrieb wieder aufgenommen. Erste Flüge der Airlines mit Sitz in Dubai beziehungsweise Abu Dhabi seien am Montagnachmittag gestartet, wie aus Daten von Flugtracking-Seiten hervorgeht. Die Regierung von Dubai teilte mit, es gebe eine „begrenzte Wiederaufnahme des Betriebs“. Es sollten aber nur jene Passagiere zum Flughafen kommen, die direkt kontaktiert worden seien.

Zuvor hatte auch Etihad erklärt, noch am Montag Flüge zur Repatriierung von Reisenden „unter strengen Sicherheitsfreigaben“ wieder aufzunehmen. Davon abgesehen blieben alle kommerziellen Flüge gestrichen.

Nach Angaben des DRV sind rund 30.000 deutsche Reisende betroffen. Nicht alle davon befinden sich in den Krisengebieten: Viele Reisende stecken wegen des gesperrten Luftraums auch an Flughäfen in anderen Zielgebieten fest.