Easyjet stattet Flotte mit leichteren Sitzen aus

Billigflieger Easyjet rüstet seine künftigen Flugzeuge mit einer neuen Sitzgeneration aus. Diese ist über 20 Prozent leichter ist als bisherige Modelle, bietet zugleich aber bis zu fünf Zentimeter zusätzliche Beinfreiheit. Die Sitze vom Typ „Kestrel“ des britischen Herstellers Mirus Aircraft Seating werden ab 2028 in neu ausgelieferten Maschinen der Typen Airbus A320 Neo und A321 Neo verbaut, wie die Airline ankündigt.

Flugzeuge werden bis zu 500 Kilo leichter

In der Flugzeugkabine von Easyjet sind mehrere Reihen moderner, grauer Flugzeugsitze zu sehen, die sich bis zum hinteren Ende des Innenraums erstrecken. Die Sitze sind mit Sicherheitsgurten ausgestattet und die Kabine wirkt hell und geräumig durch die Fenster an der rechten Seite.
So sieht die neue Flugsitz-Generation bei Easyjet aus. Foto: Easyjet

Easyjet ist nach eigenen Angaben die erste Fluggesellschaft, die diese Sitze erhält. Die Vereinbarung umfasst künftige Lieferungen im Rahmen der insgesamt 237 bestellten Maschinen. Durch das reduzierte Gewicht von bis zu 500 Kilogramm pro Flugzeug in den größeren Modellen der Flotte erwartet die Airline eine jährliche Treibstoffeinsparung von mehr als 12.900 Tonnen und eine Reduktion von über 40.500 Tonnen CO2.

Der speziell für Kurz- und Mittelstrecken entwickelte Sitz bietet laut Easyjet durch sein ergonomisches Design mehr Komfort, ohne dass der Sitzabstand verändert wird. Konkret ermöglicht eine vorgeformte Neigung zusätzliche Bewegungsfreiheit im Knie- und Schienbein-Bereich. Zudem soll die robuste Bauweise eine lange Nutzung gewährleisten, am Ende der Lebensdauer sei der Sitz zu etwa 98 Prozent recycelbar.

Umfassendes Effizienzprogramm

Die Einführung der neuen Bestuhlung ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets zur Effizienzsteigerung bei der britischen Günstig-Airline. Dazu zählen der Ausbau der Neo-Flotte mit Maschinen, Sharklet-Upgrades an den Tragflächen zur Reduzierung des Luftwiderstands und ein leichteres Lacksystem. Weitere Stellschrauben sind das Rollen am Boden, externe Energiequellen am Gate und eine optimierte Flugroutenplanung.