Lufthansa nun bei ITA Airways an Bord

Flugzeug von ITA Airways vor blauem Himmel und Wolken
Es ist besiegelt: ITA Airways gehört jetzt zum Lufthansa-Konzern. Foto: ITA Airways

Kurz vor dem vergangenen Wochenende kam doch noch die Vollzugsmeldung: Die Lufthansa-Gruppe ist nun wie erwartet mit einer Minderheitsbeteiligung bei der italienischen Airline ITA Airways eingestiegen. Damit hat die Integration des inzwischen fünften Netzwerk-Carriers in den deutschen Luftfahrtkonzern begonnen.

Gemeinsam mit dem italienischen Wirtschafts- und Finanzministerium wurde die Transaktion am Freitag abgeschlossen, wie Lufthansa mitteilt. Damit ist der Airline-Konzern zunächst mit 41 Prozent an ITA beteiligt, die übrigen 59 Prozent hält weiterhin der italienische Staat. Für den Einstieg hat Lufthansa 325 Millionen bezahlt, wobei geplant ist, die Fluggesellschaft für insgesamt 829 Millionen Euro später ganz zu übernehmen.

Erste Kooperationen in einigen Wochen

„Wir sind stolz darauf, ITA Airways endlich in der Lufthansa Group willkommen heißen zu dürfen“, kommentiert Lufthansa-Chef Carsten Spohr den gelungenen Deal, dem lange Verhandlungen vorausgegangen waren. Die Nachfolgegesellschaft von Alitalia habe in den vergangenen Jahren „eine beeindruckende Erfolgsgeschichte“ geschrieben und „wir freuen uns, diese Erfolgsgeschichte mit ITA Airways gemeinsam fortzusetzen“. Bereits zum Sommerflugplan sollen Kunden „von ersten verbesserten Angeboten und optimierten Verbindungen profitieren“, kündigt Spohr an.

Denn mit dem nun erfolgen Einstieg können beide Airlines die ersten Abkommen abschließen. So werden die Vielfliegerprogramme Miles & More und Volare untereinander abgestimmt, sodass die Kunden in einigen Wochen ihre Punkte beziehungsweise Meilen sowohl bei Lufthansa als auch bei ITA sammeln können. Weitere Kooperationen wie Codeshare-Verbindungen, die gegenseitige Nutzung von Lounges und die geplante Aufnahme in die Luftfahrtallianz Star Alliance sollen schrittweise folgen.

Italien strategisch immens wichtig

Für den Lufthansa-Konzern ist der Neuzugang von immenser Bedeutung für seine europäische Expansion. Schon jetzt sei Italien nach den USA der zweitwichtigste internationale Markt außerhalb der Heimatmärkte Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien, heißt es vom Unternehmen, das mit dem Flughafen Rom-Fiumicino das sechste und bislang südlichste Drehkreuz bekommt. Mailand-Linate als Metropolflughafen wiederum werde im wirtschaftsstarken Norditalien eine herausragende Rolle im Konzern spielen.

Eigentlich sollte der ITA-Einstieg schon Anfang vergangener Woche über die Bühne gehen, jedoch musste das Vertragswerk offenbar nochmal im Detail nachgebessert werden. Neuer Chef der italienischen Tochter wird der langjährige Lufthansa-Manager Jörg Eberhart. (rie)

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