Alltours-Famtrip: Jamaika problemlos bereisbar

Dass man auf Jamaika auch nach Hurrikan Melissa problemlos Urlaub machen kann, erleben gerade zehn Reiseberater, die mit einem Alltours-Famtrip die Karibikinsel erkunden. Für alle zehn – ebenso wie für Alltours-Außendienstlerin Bettina Fenzlein – ist es die erste Reise auf die günstigste der englischsprachigen Karibikinseln.

Besonders ist der Famtrip auch aus weiteren Gründen: Es ist der erste Alltours-Famtrip nach Jamaika überhaupt – das Ziel ist erst seit dem 1. November im Portfolio. Und es ist die erste deutsche Inforeise nach den Zerstörungen durch Hurrikan Melissa, der am 28. Oktober auf Jamaika getroffen ist.

Zerstörungen hauptsächlich abseits der Tourismusziele

Die Zerstörungen gibt es leider. Aber diese befinden sich zu über 80 Prozent in Regionen, in die Pauschaltouristen selten reisen. Die Tourismusziele Negril mit dem bekannten Seven Mile Beach, Montego Bay und Ocho Rios sind recht wenig betroffen. Mal eine zerrupfte Palme hier, mal ein beschädigtes Haus dort, aber nichts, weshalb man die Insel nicht uneingeschränkt empfehlen könne.

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„Ich habe ganz wenig Kaputtes gesehen“, resümiert Julia Vofrei von Reiseland Triade in Ahrensfelde. Und auch Bettina Dunker vom Reisecenter Schriever aus Bad Rothenfelde hatte sich die Auswirkungen schlimmer vorgestellt. „Ich hätte gedacht, dass von jedem vierten Haus das Dach weggeflogen ist. Das ist nicht so“, stellt sie nach dem Besuch der Tourismusziele Negril, Montego Bay und Ocho Rios fest. Das Fazit der langjährigen Reiseverkäuferin: „Eine schöne Insel, die mit ihrem grünen Hinterland auch jede Menge Ausflugsmöglichkeiten bietet, die zu einem überwiegenden Teil auch wieder möglich sind.“

Ebenso wie die Mitreisenden hat sich Bettina Dunker nicht unbehaglich gefühlt, so kurz nach dem Hurrikan Jamaika zu bereisen. Im Gegenteil: „Ich würde ohne Bedenken Kunden hierher schicken“, sagt Laura Ley vom Sonnenklar.TV-Reisebüro in Wesseling. „Die Insel braucht Tourismus“, fügt Bettina Dunker hinzu.

„Wenn ein Flugzeug kommt, kommt der Dollar“

Das sieht auch der langjährige Tourismusminister Edmund Bartlett so. Schließlich ist der Tourismus das Herz der jamaikanischen Wirtschaft. Bartlett bittet daher im Gespräch mit touristik aktuell die Welt um Unterstützung. „Der beste Weg, uns zu helfen, ist, uns zu besuchen. Wenn ein Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff kommt, kommt auch der Dollar.“ Nutzen Reisende hier gastronomische Angebote, Unterkünfte und Transportmöglichkeiten, hat dies Auswirkungen auf jeden einzelnen Jamaikaner. Dies sei seiner Meinung nach der schnellste Weg, damit sich die Insel von den entstandenen Schäden erholen kann.

„Montego Bay ist vorbereitet für Urlauber – und wir brauchen Urlauber“, meint dann auch der Bürgermeister von Montego Bay, Richard Vernon. Er und Minister Bartlett sind sicher, dass Jamaika nach dem Hurrikan „schöner, besser und nachhaltiger“ zurückkommen wird. So werde man unter anderem die Privathäuser, für deren Neuaufbau es Unterstützungen gibt, aus besseren Materialien aufbauen.

Weitere Hotelbauten geplant

Minister Bartlett ist zudem stolz, dass kein einziger der Investoren seine Pläne für Jamaika zurückgezogen hat und weitere Resorts entstehen werden. So will Palladium mit dem Bau des dritten Resorts im Januar beginnen, das neben den bestehenden zwei Hotels liegt, in denen die Expedienten auch zwei Nächte untergebracht waren.

Apropos Hotels: Noch haben einige Unterkünfte geschlossen. Häufig liegt dies aber nicht daran, dass das Haus beschädigt wurde, sondern daran, dass viele Resorts ihre lang geplanten Renovierungen vorgezogen haben.

Da das Angebot geringer ist, sinken auch die Hotelpreise nicht. Gleiches gilt für die Flüge. Die zwei Condor-Verbindungen mittwochs und samstags sind gut ausgelastet.

Das Jamaica Tourist Board (JTB) führt auf der Website visitjamaica.com/travel-alerts eine Liste der aktuellen Hotelverfügbarkeiten, geordnet nach Regionen sowie der Wiedereröffnungen von Resorts und der wichtigsten Attraktionen.

Eindrücke von dem Famtrip finden Sie in unserer Bildergalerie.

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