Aida/Costa: Provisionsmodell bis 2018 steht

Bei dem neuen Provisionsmodell stehen die beiden Einzelmarken Aida und Costa wieder stärker im Vordergrund
Bei dem neuen Provisionsmodell stehen die beiden Einzelmarken Aida und Costa wieder stärker im Vordergrund. Foto: Aida

Aida und Costa veröffentlichen in diesen Tagen das gemeinsame Provisionsmodell für die Geschäftsjahre 2016/2017 und 2017/2018. Das soll Vertriebspartnern höhere Durchschnittsprovisionen und Planungssicherheit für die kommenden drei Jahre bescheren, sagt Macher Uwe Mohr, zuständig für den Reisebüro-Vertrieb der beiden Marken.

„Wir haben kein Interesse daran, Geld aus dem Provisionstopf zu nehmen. Im Gegenteil: Wir müssen ja Gas geben“, verweist Mohr auf fast 30 Prozent Kapazitätswachstum durch die Aida Prima und ihr noch namenloses Schwesterschiff.

„Mit dieser Kapazitätserhöhung wird es keine Verlierer im Vertrieb geben – nicht einen“, ist Mohr überzeugt. Man rechne auch umsatzseitig mindestens mit eben jenen 30 Prozent mehr und gehe davon aus, ein „hohes einstelliges Millionen-Investment“ an Mehrprovision auszuschütten.

Das neue Modell birgt im Kern zwei Veränderungen. Erstens : Die Umsatzstufen – Decks genannt – wurden von acht auf neun erweitert: Zwischen Deck 5 und 6 gibt es an Stelle der 190.000er Umsatzstufe künftig eine 150.000er- und eine 200.000er-Marke.

Die zweite und wesentliche Änderung ist der neue „Markenbonus“. Nach dem aktuellen Provisionsmodell erhalten Reisebüros, die ihren Vorjahresumsatz erreicht haben, drei beziehungsweise fünf Prozent on Top. Diese Regelung wird ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 vom Markenbonus abgelöst, der individuell für Aida und für Costa betrachtet wird. Dadurch sollen die Vertriebspartner, die üblicherweise deutlich stärker Aida verkaufen, nicht mehr „verpflichtet“ sein, auch ihren Costa-Umsatz steigern zu müssen – zumal die Marke erst 2019 wieder einen Neubau erwartet. Diese Vorgabe hatten Vertriebspartner kritisiert.

Der Markenbonus bewegt sich zwischen 0,25 und 1,75 Prozent und beginnt im Falle von Aida bei 5 Prozent Wachstum, bei Costa sind mindestens 2,5 Prozent Steigerung notwendig.

Agenturen, die ihre Umsätze mit beiden Marken steigern, erhalten zusätzlich zum jeweiligen Markenbonus den Kombibonus. Ein Beispiel: Legt ein Büro bei Aida um 15 und bei Costa um 5 Prozent zu, erhält es obendrauf einen Kombibonus von 0,2 Prozent auf den Gesamtumsatz mit beiden Marken (Cruise only). Maximal sind 0,75 Prozent möglich.

Flüge werden nach wie vor mit acht Prozent vergütet, die Gruppenkonditionen bleiben ebenfalls unverändert. Und auch die 150-Euro-Schecks für jede fünfte Premium-Buchung gibt es weiterhin. Das bringt bei 200.000 Euro Umsatz noch mal 1 Prozent on Top.

„Unter dem Strich“, so Mohr, „stellen sich die Büros durch den Marken- und Kombibonus besser. Das hängt aber davon ab, welches Wachstum man zugrunde legt“.