HX Expeditions: Auf Schnuppertour nach Helgoland

Es war jetzt nicht die große Abenteuertour, in die Antarktis etwa oder nach Grönland. Aber einen guten Einblick in das Angebot von HX Expeditions bekamen die Teilnehmenden allemal: Rund 350 Reiseprofis aus der DACH-Region, Großbritannien, Frankreich und den nordischen Ländern waren die letzten drei Tage auf dem ersten Megafam des Seereisespezialisten unterwegs, um dessen Expeditionsprogramm mit seinen vielfältigen Aktivitäten an Bord der Fridtjof Nansen kennenzulernen. Nach eigenen Angaben war dies der „größte Famtrip der Branchengeschichte“, mit dem auch der 130. Geburtstag des Ursprungsunternehmens gefeiert werden sollte.

Gruppenbild einer großen Expedition auf einem Schiff: Über hundert Menschen in blauen Jacken stehen auf dem Deck eines Kreuzfahrtschiffes, lächeln in die Kamera und winken, während im Hintergrund das Wasser und der Hafen zu sehen sind. Die freundliche Stimmung und die maritime Umgebung unterstreichen das Gemeinschaftsgefühl der Expeditionsteilnehmer.
Auf geht’s nach Helgoland! 350 Reiseprofis aus verschiedenen Ländern waren an Bord der Fridtjof Nansen. Foto: Timo Heinz/HX Expeditions

Expedition im Miniaturformat

Dass auf der groß angelegten Schnuppertour für den Counter von Hamburg aus Helgoland angesteuert wurde, erwies sich trotz der relativ kurzen Distanz als gute Wahl. Schließlich kann auch die Nordseeinsel mit einigen Zutaten aufwarten, die eine Expeditionskreuzfahrt interessant machen – Wind und Seegang, dazu spektakuläre Landschaft sowie massenhaft Seevögel und Robben, die beobachtet werden können.

Aber natürlich ging es dem HX-Team um CEO Gebhard Rainer nicht nur darum, seine Kompetenz bei Ausflügen zu demonstrieren. Die Agenturpartner sollten auch das 2020 erbaute, hybridbetriebene Expeditionsschiff mit seinem Bordkonzept aus wissenschaftlichem Lernen, hochwertiger Kulinarik und einem umfassenden AI-Angebot selbst erleben. „Genau deshalb machen wir diesen Famtrip: Aus persönlicher Erfahrung heraus lässt sich so ein emotionales Produkt viel besser verkaufen“, betont Rainer.

Viele waren noch nicht auf HX-Schiffen

Diese Erfahrung hat vielen bislang gefehlt. Zwar ist die junge Expeditionsreisemarke nach der Anfang 2025 vollzogenen Trennung von der Hurtigruten-Gruppe vielen Reisebüros inzwischen ein Begriff, Sales-Chefin Kimberly Setzermann kann auf rund 6.000 Agenturpartner verweisen. Und nicht wenige der unterwegs befragten Counter-Profis hatten bereits Schulungen absolviert und Reisen von HX Expeditions verkauft. Aber auf einem der fünf Schiffe wie die auf knapp 500 Passagiere ausgelegte Fridtjof Nansen waren jedoch noch längst nicht alle.

Ein Manager und eine Managerin eines Kreuzfahrtunternehmens in Expeditionskleidung stehen in der modernen Lounge eines Kreuzfahrtschiffs mit großen Panoramafenstern, die einen weiten Blick auf das Meer bieten. Im Hintergrund läuft ein Abenteuerfilm mit Kajakfahrern auf einer großen Leinwand.
Haben die neue Marke erfolgreich etabliert: HX-Chef Gebhard Rainer und Sales-Leiterin Kimberly Setzermann. Foto: rie

Entsprechend groß fiel das Interesse aus. Gut besucht waren insbesondere die Schiffsführungen sowie das Wissenschafts- und Bildungsprogramm mit Vorträgen, interaktiven Workshops und Mikroskopierkursen im „Science Center“. Nicht zu vergessen ein weiteres Highlight, das sich auf Deck 4 befand: eine originalgetreu nachgebaute Kabine aus dem Jahr 1896, die Schiffsgäste zum Jubiläumsjahr in die Anfänge der Expeditionsreisen zurückversetzt und tageweise auch zubuchbar ist.

Nische mit Potenzial

Ein Gesamtpaket, dass viele Megafam-Teilnehmer überzeugte. „Das ist ein super Schiff mit einer tollen Atmosphäre“, meinte Ralf Hieke, der neben dem Reisebüro Strier in Ibbenbüren bekanntlich auch das Portal Fairweg betreibt. Mit dem umfassenden Wissenschafts- und Bildungsprogramm sowie dem starken Fokus auf umweltschonendes Reisen passten die HX-Touren „perfekt in unser Konzept für fairen und nachhaltigen Urlaub“, so Hieke, der bereits Überlegungen anstellt, wie er das Produkt aktiver bewerben kann.

Denn eines ist klar: „Das ganze ist natürlich nach wie vor eine Nische, die Produkte lassen sich nicht in der breiten Masse verkaufen“, unterstrich auch die erfahrene Cruise-Expertin Marita Hansel vom Reisebüro Kreuzfahrt-Planer in Georgsmarienhütte. Angesprochen fühlen dürften sich eher eine „Klientel im gehobenen Sektor“ sowie Kunden, die von einer „Once in a lifetime“-Reise zum Beispiel in die Polarregionen träumen. „Aber ich habe schon einige Kunden im Blick, denen ich das aktiv anbieten kann“, ergänzte Reiseberaterin Hansel. „Und dafür war es Gold wert, dass ich dieses Schiff persönlich erleben durfte.“

Eine Bildergalerie zum Megafam von HX Expeditions finden Sie unter diesem Link.