Eineinhalb Jahre nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia, bei der 32 Passagiere starben, sind am vergangenen Samstag die ersten Mitverantwortlichen des Unglücks verurteilt worden. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, seien gegen einen Reedereivertreter und vier Besatzungsmitglieder Haftstrafen zwischen 18 und 34 Monaten verhängt worden, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung.
Mit der höchsten Strafe von zwei Jahren und zehn Monaten wurde der Krisen-Manager Roberto Ferrarini belegt. Er sei als einziger der fünf Verurteilten nicht auf dem Schiff gewesen und habe nach Ansicht der Richter nicht schnell und effizient genug auf das Unglück reagiert, heißt es. Hoteldirektor Manrico Giampedroni muss für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Ein Steuermann, eine Schiffsoffizierin und der Vize-Kapitän wurden mit Haftstrafen zwischen eineinhalb Jahren und 23 Monaten belegt.
Das Hauptverfahren gegen Kapitän Francesco Schettino läuft noch. Er hatte das Mitte Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio havarierte Schiff frühzeitig verlassen und war trotz mehrfacher Aufforderung der Hafenbehörden nicht an Bord zurückgekehrt, obwohl die meisten der 4.229 Passagiere noch nicht in Sicherheit waren.




