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Spanische Inseln: Gutes Sommer-, ungewisses Wintergeschäft

Mallorca ist der Gewinner des Sommers, Fuerteventura des Jahres. Foto:trabantos / iStockphoto

Mallorca ist der Gewinner des Sommers, Fuerteventura des Jahres. Foto:trabantos / iStockphoto

Um die Balearen kamen die Reisebüros und Veranstalter im vergangenen Sommer nicht herum. Die Veranstalter berichten unisono von ein- oder zweistelligen Zuwachszahlen im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019, als allerdings noch Thomas Cook der zweitstärkste deutsche Anbieter war.

Rund 613.000 Deutsche waren allein im August auf den Balearen –zwischen Januar und August reisten über drei Millionen Deutsche auf die Inselgruppe, das sind in acht Monaten mehr als eine Million mehr als im ganzen Jahr 2021.

Rentabilität sinkt

Bei diesen Zahlen ist es kein Wunder, dass die Veranstalter sehr zufrieden mit dem diesjährigen Balearen-Geschäft sind. Die Stimmung bei den Hoteliers ist dagegen getrübt. Grund hierfür sind die extrem gestiegenen Kosten, die trotz höherer Durchschnittspreise die Rentabilität ganz erheblich schmälerten.

Eine große Herausforderung war für die Hoteliers auch das fehlende Personal. Und dieses Problem wird sich zum nächsten Sommer noch verstärken, denn die Gewerkschaften fordern für die Mitarbeiter im Hotel- und Gastronomiebereich auf Mallorca 15 Prozent mehr Gehalt. Mehr Lohn und höhere Kosten werden sich auch auf die Hotelpreise auswirken.

Fuerteventura gewinnt

Auf den Kanaren hat sich das Geschäft ganz unterschiedlich entwickelt. Gewinner des Jahres ist Fuerteventura. Im Juli und August reisten rund 14 beziehungsweise 7,8 Prozent mehr Deutsche als im Vor-Pandemie-Jahr 2019 auf die für lange Sandstrände bekannte Insel. Zwischen Januar und August flogen 420.000 Deutsche nach Fuerteventura, das sind nur 3,7 Prozent weniger als 2019. Allgemein reisten zwischen Januar und August fast 1,4 Millionen Deutsche auf die Kanaren – ein Minus von 18,6 Prozent gegenüber 2019.

Wie sich das Wintergeschäft auf den spanischen Inseln entwickeln wird, lesen Sie in der Ausgabe 41-42/2022 von touristik aktuell, die diese Woche erscheint und hier als E-Paper zu lesen ist.

Sylvia Raschke
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