Verkehr

Green Airlines streicht Touristikflüge vorerst

Problemflieger Green Airlines: Auch mit German Airways läuft die Kooperation nicht rund. Foto: Green Airlines

Problemflieger Green Airlines: Auch mit German Airways läuft die Kooperation nicht rund. Foto: German Airways

Die Turbulenzen rund um den Regionalflieger Green Airlines hören nicht auf. Nachdem in den vergangenen Tagen bekannt geworden war, dass das Start-up seine touristischen Flüge zu Mittelmeer-Zielen im Juli gestrichen hat, wird dieses Angebot nun bis auf Weiteres komplett eingestellt. 

Wie das Unternehmen mitteilt, sind davon die Verbindungen ab den Flughäfen Paderborn und Rostock nach Mallorca, Rhodos, Kreta und Kos betroffen. Auch die Strecken vom niederländischen Airport Groningen nach Mallorca, Ibiza, Korfu und Faro werden zunächst eingestellt. Gebuchte Tickets sollen die Kunden erstattet bekommen.

Weiterer Flugpartner bricht weg
Grund für die Entscheidung ist laut Green Airlines die anhaltend schwierige Lage aufgrund der Corona-Pandemie. „Die Entscheidung, unser touristisches Angebot auszusetzen, ist uns schwergefallen. Sie war angesichts der Inzidenzentwicklungen in Spanien und Griechenland und der damit verbundenen verschärften Ein- und Ausreisebestimmungen jedoch alternativlos“, so Unternehmenschef Stefan Auwetter. Das Konzept eines umweltverträglichen Flugverkehrs hätte mit Blick auf verunsicherte Reisende und „absehbar gering ausgelasteten Flugzeugen“ nicht mehr aufrechterhalten werden können.

Zugleich berichtet allerdings das Portal Airliners.de, dass der Flugpartner German Airways seine in Paderborn und Groningen für Green Airlines stationierten Regionaljets abzieht. Dies dürfte der entscheidende Grund für die jüngsten Streckenstreichungen sein. Die Linienverbindung zwischen Köln und der Ferieninsel Sylt über Paderborn will German Airways aber weiter fliegen.

Bereits in den vergangenen Tagen waren Unstimmigkeiten zwischen dem Flugticket-Vermarkter und seinen Airline-Partnern bekannt geworden. Zudem gibt es Vorwürfe, das mit betont ökologischem Touch angetretene Unternehmen würde „Greenwashing“ betreiben. Laut Airliners.de hat das Unternehmen nun beim Luftfahrt-Bundesamt eine Fluglizenz beantragt, um künftig mit eigenen Flugzeugen operieren zu können.
 

Thomas Riebesehl