Das Thema Ratenzahlung für den Urlaub spielt in der Touristik noch keine große Rolle. Im vergangenen November wagte Thomas Cook den ersten Schritt und ging eine Kooperation mit dem Anbieter Bill Pay ein. „Seitdem haben rund 200 Agenturen das Angebot genutzt“, sagt Dirk Schachtsiek, Leiter Veranstaltervertrieb bei Thomas Cook. Die Zahl ist überschaubar, soll aber wachsen.
Auch RTK will bald im Ratengeschäft mitmischen. Deshalb ist die Reisebüro-Kooperation kürzlich eine Partnerschaft mit dem Start-up-Unternehmen Ucandoo eingegangen. „Das Produkt soll Menschen Reisen ermöglichen, die sie sich vorher nicht leisten konnten“, erklärt Gesellschafter Julien Bahadir. Er geht davon aus, dass hochpreisig gebucht wird. Als Beispiel nennt Bahadir etwa höherwertigere Kabinen auf Kreuzfahrten.
Wann Ucandoo startet, ist offen. „Wir müssen mit einigen Bankpartnern die Rahmenbedingungen final klären“, sagt Bahadir. Das noch junge Unternehmen sammelte in der ersten Investorenrunde 1,5 Millionen Euro. Eine zweite Runde ist für Ende des Jahres geplant.
Mit den Ratenzahlungssystemen von Ucandoo und Bill Pay wird immer der komplette Reisepreis finanziert. Aber warum sollten Reisebüros Bill Pay anbieten? „Die Provision ist garantiert, da Bill Pay das Ausfallrisiko trägt“, so Schachtsiek.
Vertriebspartner profitierten von den durchschnittlich höheren Reisepreisen und in der Folge von einer höheren Provisionszahlung auf die Buchungen. Zudem sei der Prozess zum Abschluss einer Buchung per Ratenzahlung einfach, da die Zahlform in den gängigen Buchungssystemen integriert wurde.
Mehr über Ratenzahlungen und wann das System auch für X- und Y-Produkte möglich ist, lesen Sie im kompletten Artikel in der aktuellen Ausgabe von touristik aktuell (28-29/2018).



