Silke Franz

Nahaufnahme eines strahlenden Lächelns unter einem türkisfarbenen Strohhut mit Perlenband, sommerliches Outfit mit Blumenmuster
Silke Franz an ihrem Lieblingsstrand in Florida. Foto: Privat

ta fragt Counter-Expertin Silke Franz. Die Reiseverkäuferin aus Oberursel begann ihre touristische Karriere in einem stationären Reisebüro. Nach verschiedenen Stationen machte sie sich selbstständig. Seit Oktober 2011 berät sie als Partnerin von Take Off ihre Kunden und hat noch so manches Ziel auf ihrer Bucket List.

Wo würden Sie hinreisen, wenn Geld keine Rolle spielt?
Südafrika steht schon lange auf meiner „Reise-Bucket-List“ ganz oben. Von Kapstadt war ich total begeistert, nun würde ich gern eine Fly-in Safari mit vielen Tierbeobachtungen machen. Schön wäre die Unterbringung in Luxus-Camps und -Lodges. Außerdem möchte ich so gern einmal den portugiesischen Jakobsweg wandern. Zumindest eine Teilstrecke. Ich liebe diese Region nördlich von Porto. Mir fehlt derzeit aber leider die finale Motivation und Kondition. Aber das möchte ich unbedingt angehen. Mein Ziel ist es, mir diesen Traum vor meinem 60. Geburtstag zu erfüllen. Und bis dahin ist es nur noch knapp ein Jahr.

Was war Ihre schönste Inforeise?
Als Finnisch Lappland noch ein unbekanntes Reiseziel war, durfte ich mit Dertour im April 1997 dorthin reisen. Wir hatten jeden Tag ein anderes Highlight: Wir besuchten eine Husky-Farm und fuhren mit dem Schlitten, begleiteten einen Rentier-Züchter, machten Langlauf, fuhren mit dem Snowmobil und vieles mehr. Alles, was heute total hip ist, war damals völlig neu und für mich sensationell. Dazu die Polarlichter und das leckere Essen.

Was war Ihr ungewöhnlichstes Essen auf Reisen?
In einem kleinen Restaurant in Tokio habe ich mich an eine spektakuläre Delikatesse getraut: Fugo-Kugelfisch – roh, als sehr dünn geschnittenes Sashimi. Kugelfisch darf nur von speziell ausgebildeten Köchen auseinander genommen und filetiert werden. Ich glaube, hier ging es mir gar nicht um den Geschmack – sondern mehr um den Nervenkitzel.

Welches Ziel haben nur wenige auf dem Schirm?
Da der „Panhandle“ im Norden Floridas von Deutschland/Europa aus schlecht erreichbar und mit einer langen Anreise verbunden ist, wird diese Region (zum Glück) auch wenig angeboten. Die vielen State Parks an der Küste sind immer eine Reise wert. Dort gibt es für mich mit die schönsten, leersten Strände Floridas: ellenlang, breit – mit feinstem, weißen „Knirsche-Sand“. Wir waren im Oktober 2024 drei Wochen dort und haben nur ein einziges Mal jemanden Deutsch sprechen hören.

Was darf in Ihrem Reisekoffer nicht fehlen?
Mein Kuschelkissen. Es sind zwar kaum noch Federn drin, aber das ist egal. Es muss einfach immer mit!

Was war Ihre ungewöhnlichste Buchung?
Das war eine MS-Europa-Buchung für zwei niederländische Familien, darunter die Familie einer bekannten TV-Moderatorin. Sie buchten Suiten auf einer Südamerika-Kreuzfahrt – im sechsstelligen Bereich. Leider war ich damals noch nicht selbstständig. Dann hätte ich mich noch viel mehr über die Buchung gefreut.

Wie werden Sie nervige Kunden los?
Da ich fast ausschließlich Stammkunden habe, die bei mir buchen, und ich fast alle Kunden persönlich kenne, gibt es keine nervigen Kunden. Neukunden kommen fast immer über Empfehlung. Klar werden einem oft Löcher in den Bauch gefragt, aber das gehört ja mittlerweile dazu.