TUI-Franchiser starten mit Omnichannel

Präsentierten sich den Franchisern per Live-Stream (von links): TUI-Vertriebschef Hubert Kluske, Nadine Merzdorf (Key Account) und Franchise-Chef Peter Wittmann
Präsentierten sich den Franchisern per Live-Stream (von links): TUI-Vertriebschef Hubert Kluske, Nadine Merzdorf (Key Account) und Franchise-Chef Peter Wittmann. Foto: TUI

TUI Deutschland setzt auch künftig auf ein starkes Franchise-System mit den Marken First, TUI Reisecenter und Hapag-Lloyd Reisebüro. Die Büros seien „zentraler Bestandteil“ der Vertriebsstrategie, betonte Vertriebschef Hubert Kluske auf der digitalen Jahrestagung der Reisebüro-Kette.

An der nahmen mehr als 300 Franchise-Partner teil, neben Live-Chats gab es eine Reisemesse sowie diverse Vorträge und Workshops. In letzteren ging es auch um das viel diskutierte Omnichannel-Konzept von TUI, das ab sofort mit ersten Franchise-Partnern getestet wird.

Omnichannel-Konzept startet

Anzeige

Aus Sicht von Kluske ist der Omnichannel-Ansatz „einer der wichtigsten Eckpfeiler“ in der Zusammenarbeit zwischen TUI und den angeschlossenen inhabergeführten Büros. „Was in unseren Filialen bereits etabliert ist, wird nun auch gemeinsam mit unseren Franchise-Partnern umgesetzt. Gemeinsame Permissions ermöglichen den Einstieg in das informationsgestützte Verkaufen“, kündigte er während der Tagung an.
 
Der Startschuss für das Pilotprojekt ist bereits gefallen, mit dabei sind 30 Büros. Um sie schnellstmöglich ins Thema einzuarbeiten, wurden sieben Außendienstmitarbeiter zu Omnichannel-Coaches ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, die Teilnehmer in technischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen zu schulen.

Testphase bis Ende des Jahres

Die Testphase soll bis Ende 2020 laufen. In dieser Zeit sollen die Büros zunächst die Werbeerlaubnis ihrer Kunden sammeln. Auf dieser Basis werden die Daten der Kunden durch TUI analysiert, angereichert und für die aktive Kundenansprache aufbereitet. Kluske zufolge sollen die Reisebüros damit in die Lage versetzt werden, „ihren Kunden im richtigen Moment maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten“.

Anschließend soll die Omnichannel-Partnerschaft auf alle anderen interessierten Franchise-Partner ausgeweitet werden. Ziel sei, „zusammen die beste Verkaufsorganisation in Deutschland zu bilden und auf Augenhöher mit erfolgreichen Onlinern“ zu agieren, sagt Franchise-Chef Peter Wittmann. Möglich werden soll dies „durch perfekte Kundeninformationen und eine aktive Kundenansprache über alle Kanäle“.

Newsletter

Newsletter - Touristik aktuell – Reportagen und Analysen für die Reisebranche

Bildergalerien

Karneval der Urlaubs-Jecken

Rund 900 Touristiker feierten am 20. Januar 2026 im ausverkauften Theater am Tanzbrunnen in Köln den „Karneval der Urlaubs-Jecken“ – in bester Stimmung und...

Meistgelesen

Qatar Airways streicht Deutschland-Flüge

Qatar Airways reduziert ihr Flugangebot nach Deutschland ab März 2026 deutlich. Insgesamt neun wöchentliche Verbindungen fallen weg, mit Einschnitten vor allem in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt. Hintergrund sind Kapazitätsanpassungen und Wartungsarbeiten am Flughafen Doha.

Reiseprofi startet Petition gegen Cashback-Modelle

Ein Reisebüro-Inhaber aus Bergedorf ruft Kollegen zur Unterstützung auf. Nach einer erfolgreichen Branchenpetition nimmt er nun ein weiteres Thema ins Visier – eines, das seiner Meinung nach viele Reisebüros zunehmend unter Druck setzt.

Schauinsland knackt Zwei-Millionen-Marke

Schauinsland-Reisen erreichte 2024/2025 erstmals über zwei Millionen Kunden und steigerte den Umsatz um 11,5 Prozent. Wachstumstreiber waren Thailand, die Malediven und weitere Zielgebiete. Neue Kundensegmente und Synergien entstehen durch die Integration von Explorer.

Bistro Portal: Reiseexpertin startet Petition

Die geplante Abschaltung der Funktion „Nur Hotel“ im Bistro Portal sorgt für großen Unmut in Reisebüros. Eine Münchner Reiseexpertin startete eine Petition, die bereits über 1.300 Unterstützer hat – viele fürchten deutliche Nachteile durch die neue Maske „Hotels & Mehr“.

Mietwagen: Starcar steht vor dem Aus

Der Autovermieter Starcar steht vor der Abwicklung, da bislang kein Investor gefunden wurde. Etwa 600 Arbeitsplätze könnten betroffen sein. Trotz Insolvenz läuft der Betrieb an den Standorten vorerst weiter, jedoch sind Einschränkungen ab Januar 2026 geplant.

Risk Map 2026: Wo Reisen besonders gefährlich ist

Safeture und Riskline haben ihre neue Risk Map 2026...
×