Panama City Beach: Ein Tag am Meer

Der Breitbandstrand aus der Vogelperspektive. Foto: mw

Reiseführer David Demarest strahlt gute Laune aus, als er seinen Gast am Flughafen von Panama City Beach im Nordwesten Floridas am Golf von Mexiko empfängt: „Hi, wie geht es, war der Flug ok?“, fragt der 32-Jährige und fügt hinzu, ohne wirklich eine Antwort abzuwarten: „Sie sehen aus, als könnten Sie ein Bier gebrauchen, oder auch zwei.“ Ich wolle doch nicht etwa direkt in mein Hotel. Er kenne eine coole Strandbude.
Vom Flughafen sofort zum Strand
Es ist 15.30 Uhr, die Sonne strahlt vom wolkenfreien Himmel, 27 Grad Celsius im Schatten. Ab zum Strand. David trägt ein blaues Poloshirt, beigefarbene Shorts, Havaianas und Sonnenbrille. Die Temperaturen seien angenehm im Oktober, dem Saisonende, sagt er. Von November bis Februar sei Winterpause, dann kämen die Gäste wieder, rund 16 Millionen Besucher jährlich. 
Nur wenige Deutsche seien darunter, ergänzt David. Richtig voll werde es zwischen März und April während des Spring Breaks, wenn College-Studenten in die Stadt mit ihren 15.000, das Umland mitgezählt 30.000 Bewohnern einfielen und feierten bis zum Umfallen.
Nach 20 Minuten Autofahrt sind wir in der Beach-Bar. In dem zu beiden Seiten und nach vorne offenen Holzverschlag schallt Reggae aus den Boxen. Wir sitzen auf der überdachten Terrasse auf Barhockern an hohen Tischen. 
Kellner Jack bringt einen Krug Bier, Zwiebelringe in Bierteig frittiert und honigfarbene Buffalo Chicken Wings. Der Strand ist sehr breit, der pulvrige Sand weiß und das Meer kristallklar. Ein breiter, wie mit dem Lineal gezogener Wasserstreifen leuchtet türkisfarben, bis die Farbe abrupt in Schwarzblau übergeht. 
Ich könne den Strand aus der Vogelperspektive sehen, wenn ich möchte. David wählt eine Telefonnummer, führt ein kurzes Gespräch mit der Firma Panhandle Helicopter, die gleich um die Ecke ihren Standort hat. Der Hubschrauber steht schon bereit, die Türe auf der Seite des Passagiers ausgehängt, damit er fotografieren kann. 
Die Pilotin Autumn Cabaniss setzt sich an den Steuerknüppel. Gleich würde ich verstehen, warum sie jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit gehe, sagt die 27-Jährige. Der Strand erstreckt sich schnurgerade auf einer Länge von 43 Kilometern. Das entspricht ungefähr der Autobahnstrecke Düsseldorf–Köln. Nur an den beiden Enden im Norden und Süden knickt der Beach etwas ab.
Strandbars und Alligatoren
Die Küste ist gesäumt von direkt am Strand gebauten Hochhäusern mit Ferien-Apartments, zwischen denen Bungalows, Strandbars und Villen im Südstaatenstil stehen, sowie Naturparks mit Badestränden, Wanderwegen und Seen, an deren Ufern Alligatoren hausen. Dahinter erstrecken sich die Küstenstraße und Nebenwege mit flachen Wohnhäusern, Einkaufszentren, Tankstellen, Restaurants und Kneipen. 
Strand und Wasser sind von herausragender Qualität, die Artenvielfalt beeindruckend. Da ein Schwarm Delfine, Tümmler, dort Stachelrochen, eine Schildkröte, und dann Haie, ganz nah am Ufer, Stand-up-Paddler nicht weit entfernt. „Keine Sorge“, winkt David ab, „Riffhaie, die tun nichts.“ Übrigens da vorne, sagt er, da seien tolle Tauchspots mit natürlichen und durch ein halbes Dutzend Schiffswracks entstandenen künstlichen Riffen, die eine reiche Unterwasserwelt beherbergten. 

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