
Der Veranstalter ASI Reisen stellt seine Klimastrategie um: Künftig fließen die dafür vorgesehenen Mittel nicht mehr in klassische Kompensationsprojekte, sondern in einen europäischen Cleantech-Fonds. Das Unternehmen aus Tirol will damit nach eigenen Angaben stärker auf Technologien setzen, die zur Dekarbonisierung beitragen und sich im großen Maßstab einsetzen lassen.
Bislang hatte ASI Reisen die Emissionen seiner eigenen Touren inklusive der Flüge vollständig berechnet, offengelegt und über zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Unterstützt wurden dabei unter anderem ein Wasserkraftprojekt in Indien sowie Wasserfilterprogramme an Schulen in Kenia. „Der nächste logische Schritt ist, Kapital dorthin zu lenken, wo echte Veränderung entsteht – in Lösungen, die nicht nur kompensieren, sondern Systeme verbessern“, sagt CEO Ambros Gasser.
Suche nach größerer Hebelwirkung
Nach Angaben des Unternehmens fiel die Entscheidung nach einer grundlegenden Überprüfung der bisherigen Klimainvestitionen. Gemeinsam mit einem auf grüne Finanzierungen spezialisierten Berater wurde ein Kriterienkatalog entwickelt, der unter anderem Wirkung, Transparenz, Reporting-Standards, regulatorische Einordnung und Governance berücksichtigt. Rund zehn Fonds seien geprüft worden, am Ende habe sich ASI Reisen für den Get Fund entschieden.
Dieser Fonds investiert in Start-ups aus Bereichen wie klimafreundliche Mobilität, Energieeffizienz, Energiespeicherung, nachhaltige Materialien und klimaresiliente Infrastruktur. Die Berechnung der CO₂-Emissionen jeder Reise soll dennoch bestehen bleiben. Zugleich kündigt ASI Reisen an, Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter senken zu wollen.


