FTI-Kundengelder: „Erstattungsprozess funktioniert“

Münchner FTI-Zentrale: Von der Pleite betroffene Kunden warten weiter auf ihr Geld. Sonnenklar TV gehört inzwischen zur Raiffeisen Touristik
Münchner FTI-Zentrale: Von der Pleite betroffene Kunden warten weiter auf ihr Geld. Sonnenklar TV gehört inzwischen zur Raiffeisen Touristik. Foto: FTI

Nach der Kritik von Kunden und Reisebüros verteidigt der Deutsche Reise Sicherungs Fonds (DRSF) sein Vorgehen im Erstattungsprozess für angezahlte Kundengelder von abgesagten Reisen mit FTI oder Big Xtra. Man sei „bestrebt, den gesamten Erstattungsprozess so benutzerfreundlich und effizient wie möglich zu gestalten“, heißt es. Aus diesem Grund setze man auf das eigene Online-Erstattungsportal als zentrale Plattform.

DRSF: „Hohe Zahl“ von Anträgen bereits eingereicht

Die „hohe Zahl der bereits eingegangenen Anträge zeige, „dass der Prozess für die große Mehrheit der Verbraucher gut funktioniert“, heißt es auf Anfrage von touristik aktuell. Der „größte Teil der Angeschriebenen“ habe seine Anträge „problemlos einreichen können“.

Gleichzeitig „bedauert“ der DRSF, dass dies „nicht allen Kunden“ gelinge. Wörtlich heißt es: „Wir kümmern uns darum zu verstehen, warum es in einzelnen Fällen nicht auf Anhieb klappt. Wir nehmen alle Rückmeldungen, die bei uns ankommen, ernst und nutzen sie, um den Prozess kontinuierlich zu optimieren.“

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FTI-Insolvenz: 215.000 Pauschalreisen betroffen

Zuvor hatten unter anderem Edgar Krickl vom Reisebüro Neue Mitte in Passau und Aron Stiefvater vom Reisebüro Stiefvater in Weil am Rhein den aufwändigen Erstattungsprozess kritisiert.

Den beiden Reiseprofis zufolge kommen nicht wenige Kunden sogar ins Reisebüro, um sich bei ihrem Antrag helfen zu lassen. Das Fazit: Bis zu einer Stunde Arbeitszeit ist nötig, um den DRSF-Antrag gemeinsam mit den Kunden auszufüllen und alle Fragen zu beantworten.

Der DRSF hatte den Erstattungsprozess für von der FTI-Insolvenz und der darauf folgenden Big-Xtra-Insolvenz betroffenen Kunden Anfang August gestartet. Wann genau die ersten Gelder ausgezahlt werden, ist nicht bekannt. Das Erstattungsvolumen beläuft sich auf einen „mittleren dreistelligen Millionenbetrag“, heißt es vom DRSF. Sie beziehen sich auf gesetzlich abgesicherte Zahlungen für insgesamt mehr als 215.000 Pauschalreisen.

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